Ostermuffins

Und eine Ode an die Natur

Ostern ist für mich eine Zeit der Leichtigkeit und des Aufblühens. Die Welt wird lebendig um uns herum, und auch wir bewegen uns von drinnen wieder nach draußen, spüren die Sonne auf der Haut und fühlen die Knospen der Lebenslust auch in uns selbst erwachen. Die April-Luft weht diesen Duft von Veränderung um unsere Nasen und flüstert uns zu: „Und, was nun?“ In letzter Zeit bin ich oft im Garten, sehe den Pflanzen beim Wachsen zu und atme den Duft der ersten Blüten. Die Natur, ob wild oder kultiviert, ist immer mein erster Anlaufpunkt, egal wie ich mich gerade fühle. Bin ich traurig, verbessert sie meine Stimmung. Bin ich gut drauf, macht sie alles noch besser. Das gleiche haben sich auch andere Menschen schon gedacht. Also lassen wir uns inspirieren von Liebhabern der Natur, von Einstein bis Rembrandt:

„Das beste Mittel gegen Erschöpfung ist nicht, sich auszuruhen, sondern raus in die Natur zu gehen.“

– Shikoba –

Die Natur ist der beste Heiler und sie ist nie weit weg. Nimm einen tiefen Atemzug, laufe eine Runde durch Park oder Wald und – ahhh.

„Vergiss nicht, dass die Erde gerne deine nackten Füße spürt und der Wind sich danach sehnt, mit deinem Haar zu spielen.“

– Khalil Gibran –

Es ist leicht zu vergessen, dass wir Teil der Natur sind. Aber letztlich gehören wir genauso zu diesem blauen Planeten wie die Blätter am Baum und der Hase auf der Wiese. Wir als Menschheit empfinden uns oft genug als Feind der Natur und sprechen davon, dass die Natur sich an uns rächt. Was aber, wenn die Natur uns liebt? Was, wenn wir die Natur lieben? Dann wird alles anders und so, wie es bis vor kurzer Zeit immer war. Hat dieser Gedanke nicht etwas tief beruhigendes?

„Schau tief in die Natur hinein, dann wirst du alles besser verstehen.“

– Albert Einstein –

Es gibt kein Irren in der Natur und keine Unsicherheit. Die Natur weiß, was sie tut, sie orchestriert ihre Prozesse in reinster Harmonie, Präzision und wilder Schönheit. Kein Stern verliert seine Spur, die Sonne braucht keinen Wecker und Vögel bewegen sich in perfekter Formation ganz ohne Übungsstunden. Der Natur zuzusehen, macht auch uns freier und ermutig uns, auf unseren Instinkt und auf unser innerstes Wesen zu hören.

„Es gibt immer Blumen für diejenigen, die sie sehen wollen.“

—Henri Matisse –

Die Natur ist auch ein sinnlicher Genuss. Sie stimuliert Augen, Ohren, Nase und unseren Tastsinn. Es ist nicht schwer, Schönheit in der Natur zu finden, wenn wir danach suchen.

„Wähle nur einen Meister – die Natur.“

– Rembrandt –

Wie würde unser Leben aussehen, wenn wir nach diesem Grundsatz leben würden? Wie würden wir leben, wie die Welt sehen? Ist das nicht eine sehr interessante Frage? Trage sie mit Dir herum und packe sie hier und da wieder aus: Wie würde Dein Leben aussehen, wenn die Natur Dein einziger Meister wäre?

„Farben sind das Lächeln der Natur.“

– Leigh-Hunt –

Die Farben der Natur nähren unser Herz. Nicht umsonst ist die Farbe des Herz-Chakras grün. Es gibt keine bessere Therapie für unser Herz als ein Spaziergang durch grün-bunte Natur. Die Natur lächelt hinter uns her, während wir durch sie hindurch laufen und wir lächeln in uns hinein.

Mein Rezept der Woche

Für Ostern überlege ich mir immer gerne eine besondere Süßigkeit. Und passend zu meinen Gedanken über den Garten und die Natur gibt es dieses Jahr einen Schokoladenmuffin, der so tut, als wäre er ein Pflanzentopf. Schließlich besteht die Schokocreme auch größtenteils aus grünen Pflanzen (Avocados). Kleine Endstücke von Karotten verleihen der Ostersüßigkeit ein hübsches Aussehen, das jeden Ostertisch etwas schöner macht. Die einen sagen, es sei ein Muffin, die anderen nennen es eine Ode an die Natur.

Und nun meine Frage an Dich: welches der oben genannten Natur-Zitate spricht dich am meisten an? Oder hast Du ein ganz eigenes, das Dein Verhältnis zur Natur viel besser beschreibt? Ich freue mich auf Deinen Kommentar unter diesem Beitrag!

Ostermuffins

Portionen 12 Muffins
Zubereitungszeit 20 Min.
Back- und Kühlzeit 1 Std.
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Zutaten

Für die Muffins:

  • 200 g Dinkelmehl Type 1050 alternativ: meine glutenfreie Mehlmischung: für die glutenfreie Version zusätzlich entweder 1 Ei hinzufügen ODER 3/4 EL gemahlene Chiasamen in 3 EL Wasser auflösen und 5 Minuten quellen lassen. Dann dem Teig hinzufügen
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 40 g Kakaopulver
  • 3 TL Weinstein-Backpulver
  • 2/3 TL Salz
  • 100 ml Ahornsirup Grad A oder C
  • 100 g natives Kokosöl geschmolzen
  • 200 g Apfelmus ungesüßt
  • 100 g Zartbitterschokolade gehackt

Für den Belag:

  • 2 Avocados à 200 g pro Avocado, mit Schale und Kern gewogen
  • 200 ml Kokosmilch
  • 100 ml Ahornsirup Gad A oder C
  • 30 g Kakaopulver
  • 1 EL brauner Rum optional
  • 1 EL natives Kokosöl geschmolzen
  • 1/4 TL Salz
  • 12 kleine Karotten mit Grün

So geht's

  • Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • In einer großen Schüssel alle Zutaten für den Muffinteig glatt vermischen.
  • Eine Muffinform mit Papierförmchen auskleiden. Den Teig auf die 12 Mulden gleichmäßig aufteilen.
  • Auf der mittleren Stufe 20–25 Minuten backen. Am Ende der Backzeit sollte ein in den Teig gepiekster Zahnstocher sauber wieder heraus kommen.
  • Die Muffins aus dem Ofen nehmen und 20 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Muffinform lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
  • In der Zwischenzeit den Belag zubereiten: Avocadofleisch zerkleinern und in einen Häcksler geben. Den festen Anteil der Kokosmilch entnehmen und hinzufügen (das Kokoswasser nicht hinzufügen). Ahornsirup, Kakaopulver, Rum, geschmolzenes Kokosöl und Salz hinzufügen und cremig pürieren. Die Creme bis zur Verwendung kühl stellen.
  • Die Karotten waschen und trocken tupfen. Das Grün glatt beschneiden, so dass nur ein kleiner Teil davon stehenbleibt. Vom Grün aus gesehen ein paar Zentimeter der Karotte abschneiden und zum Dekorieren verwenden. Es sollte wirklich nur ein kleiner Karottenstumpf verwendet werden, da die Karotte sonst keinen guten Halt auf dem Muffin hat. Die Reste der Karotten zum Kochen verwenden.
  • Die Schokoladencreme in eine Spritztüte füllen (alternativ geht auch eine Plastiktüte, von der man eine Ecke abschneidet) und auf die abgekühlten Muffins spritzen. Je ein Karottenstück mit Grün in die Creme drücken und direkt servieren.
Wellcuisine Stefanie Reeb

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  1. Liebe Stefanie
    Vielen lieben Dank für das tolle Rezept. Was für Kakaopulver verwendest du? Vielleicht könntest du uns einen Link einstellen?
    Und ich hatte mal eine Frage zu den gerösteten Schokonüssen und leider hatte ich dann zu schnell deine Antwort gelöscht und konnte somit die Antwort nicht mehr lesen. Hier nochmals die Frage: ich hatte gelesen, dass man Nüsse max. bei 160Grad rösten soll oder besser noch weniger. Wie siehst du das?
    Ich wünsche dir ganz schöne und wohlige Ostern.
    Herzliche Grüsse aus Riehen, CH
    Michèle

    1. Stefanie Reeb Autor sagt:

      Liebe Michele,

      vielen Dank für Deine Nachricht! Ich verwende immer Kakaopulver in Bio-Qualität, zur Zeit das von Alnatura.

      Zu Deiner Frage nach den Nüssen: generell ist es tatsächlich gut, Nüsse nicht zu stark zu erhitzen. Die allgemeine Empfehlung liegt hier bei ca. 150 oder 160 Grad und einer nicht zu langen Backzeit. Ist die Backzeit etwas höher, darf sie auf jeden Fall nicht lang sein und man muss unbefingt darauf achten, dass die Nüsse nicht zu dunkel werden. Die Temperatur-Empfehlungen unterscheiden sich aber von Sorte zu Sorte auch noch mal etwas. Walnüsse gehören zum Beispiel zu den empfindlichsten Nüssen und vertragen Hitze am schlechtesten. Das liegt daran, dass sie 40 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren auf 100 g enthalten, im Gegensatz dazu haben Cashews oder Haselnüsse nur zwischen 3 und 7 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren, und sind so auch weniger hitzeempfindlich. Zu Cashews muss man zudem noch wissen, dass wenn man sie nicht ausdrücklich in Rohkostqualität kauft, sie während des Verarbeitungsprozesses schon auf 200 °C erhitzt werden.

      Einen ganz lieben Gruß!
      Stefanie

  2. Dorothee Weier sagt:

    Liebe Stefanie!
    Jede ruhige Minute, die du in
    Der Natur verbringst,
    Gibt dir unendlich viel
    Kraft und Energie.🍀👍

    Das ist mein Spruch, der mir immer wieder hilft, aufzutanken und meine Lebensfreude zu erhalten.
    Danke für deine Inspiration! Ein schönes Wochenende wünscht dir Dorothee

  3. Liebe Stefanie,
    erstmal möchte ich mich für deine inspirierenden Texte herzlich bedanken!
    Zu deinem Rezept habe ich eine Frage: Gibt es eine Alternative zu den Avocados? Ich vertrage diese schlecht- der Belag sieht so lecker aus und mit der Karotte – die Kombi würde ich gerne mal ausprobieren!
    Großes Lob und Dank an deine Rezepte- als Allergikerin mit Ei und Soja finde ich immer Rezepte, die mich am süßem Leben wieder teilhaben lassen und: Sie klappen immer! DANKE 🙏 Sonja

    1. Stefanie Reeb Autor sagt:

      Liebe Sonja,

      vielen Dank für Deine liebe Rückmeldung zu meinen Texten! Darüber freue ich mich sehr!

      Zu Deiner Frage: ja, es gibt tatsächlich eine tolle Alternative zu der Mousse aus Avocado. Hast Du zufällig unser Buch „Süß&Happy“? Darin findest Du eine superleckere Mousse au Chocolat auf Basis von Kichererbsenwasser (Aquafaba).

      Liebe Grüße
      Stefanie

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