Hunde-Cookies

Mit Reismehl, Haferflocken und Banane

Unsere Hündin Lilly ist eine alte Terrier-Dame. Sie ist willensstark und weiß immer genau was sie will. Sie kann sich sehr gut auf eine Sache fokussieren (meistens Essen) und so lange geduldig verharren, bis sie hat, was sie will. In der Zwischenzeit sorgt sie mit kleinen genervten Tönen dafür, dass alle wissen, dass sie wartet. Sie ist mutig, mit einem ordentlichen Hang zur Selbstüberschätzung. Wenn es sein muss, nimmt sie es auch mit Kampfhunden auf und hat schon dem ein oder anderen Rottweiler gezeigt, wer der Boss ist.

Hunde-Cookies

Sie mag Menschen viel lieber als Hunde. Sie findet es unzivilisiert, wenn andere ihr am Po riechen. Deshalb hat sie wenig Freunde. Sie hört nicht mehr gut, wenn ich sie rufe, aber das Öffnen einer Keksdose bemerkt sie immer noch aus drei Zimmern Entfernung. Sie legt sich nur auf gepolsterte Oberflächen und steht lieber, wenn der Boden hart und kalt ist. Sie läuft in großem Bogen um Pfützen herum und weigert sich standhaft, bei Regen vor die Tür zu gehen. Sie isst gerne Menschenessen. Sie ist geduldig in der Erziehung ihrer Menschen. Es stört sie nicht, dass es einige Wochen gedauert hat, bis wir gelernt haben, dass sie morgens lieber Bananenbrot und ein Ei anstatt Hundefutter möchte.

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Sie hat einen seelenvollen Blick und hat schon Menschen zum Schmelzen gebracht, die gar nicht wussten, dass sie Hunde mögen. Sie hat sich noch nie in stinkendem Aas gewälzt. Sie ist eine unheilbare Optimistin, obwohl sie oft so melancholisch guckt wie eine Figur auf einem Renaissance-Gemälde. Sie ist bei jedem Fotoshooting dabei und kann dabei stundenlang gespannt aufs Essen gucken. Sie liebt Kekse mehr als das Leben selbst. Thomas und ich vermuten, dass sie im Schlaf keine Hasen, sondern riesengroße Cookies jagt. Mit selbstgemachten Hunde-Keksen kann man sie sehr sehr glücklich machen.

Mein Rezept der Woche

Hunde-Cookies zuzubereiten ist denkbar einfach. Die Zutatenliste ist kurz und Du weißt genau, was im Snack Deines Vierbeiners drin ist. Es gibt Menschen, die nutzen noch einen knochenförmigen Keks-Ausstecher, um schöner zu machen, was der Hund später in einer Millisekunde inhaliert. Ich gehöre nicht dazu. Meine Cookies werden zur Kugel geformt und mit einer Gabel flach gedrückt. Einfach und unkompliziert. Seit meine Hundedame die Cookies probiert hat, läuft sie sicherheitshalber jedes Mal mit in die Küche für den Fall dass sie noch mal testessen soll. Sie ist eben ein ewiger Optimist. Und sie hat viel Zeit.

Und nun meine Frage an Dich: bist Du auch auf den Hund gekommen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar unter diesem Beitrag!

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Portionen 42 Cookies
Zubereitungszeit 10 Minuten
Backzeit 20 Minuten
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So geht's

  • Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Banane mit einer Gabel zu Mus zerdrücken. In einer Schüssel mit Ei glatt vermischen. Wenn das Kokosöl bei Zimmertemperatur cremig ist, kann es in diesem Zustand untergerührt werden. Ist es sehr hart, sollte es vorher geschmolzen werden. Alle anderen Zutaten unterrühren.
  • Teelöffelgroße Portionen des Teigs entnehmen, zur Kugel formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Ist der Teig zu klebrig zum Verarbeiten, kann er für 30 Minuten in den Kühlschrank gestellt werden. Mit einer Gabel die Kugeln flach drücken.
  • Die Cookies 15 bis 20 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind. Aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen. In einem gut verschlossenen Gefäß bei Zimmertemperatur aufbewahren und innerhalb von 3 Wochen verfüttern.
Wellcuisine Stefanie Reeb

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  1. Rahel schreibt:

    Hallo Stefanie, ich persönlich habe 2 Katzen. Aber was Du mit deiner Hündin schreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Ich habe ab und zu die Hunde meiner Schwester zu hüten, was Du schreibst erinnert mich ganz genau an die Jackrussel-Hündin meiner Schwester. Bei uns sind es Möhren, da kann eine Bombe hochgehen, Hund sitzt und wartet auf ihre Möhre. Aber die Kekse werde ich mal austesten und berichtet.
    Liebe Grüsse von der Deutschen Märchenstrasse

  2. Ich liebe liebe liebe deine Texte (und Rezepte) und hatte schon einige Male das dringende Gefühl zu kommentieren – und es dann doch immer wieder verpasst. Der stille Genießer seit vielen Jahren… Aber heute MUSS ich! Ich fühle jedes Wort und sehe Lilly in deiner Beschreibung haargenau vor mir – weil sie genau wie unsere kleine Hundedame ist… vor ihr hätte ich nie gedacht, dass ich ein Hundemensch bin. Aber manchmal kommt es anders und wir sind inzwischen sowas von auf den Hund gekommen!

    Die Cookies klingen ja sogar für uns Zweibeiner köstlich – da sollte man direkt mal zu einem „divers-beinigen“ Kaffeekränzchen einladen 😉

    Mit dankbaren Grüßen (dass es bald Kekse gibt) von einer italienischen an eine mallorquinische Hunde-Dame

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