Hasselback-Kartoffeln

Eine festliche Beilage fürs Weihnachtsessen

Seit ein paar Tagen denke ich darüber nach, was ich an Weihnachten kochen könnte. Dieses Jahr feiern Thomas und ich alleine. Wir müssen beim Essen also auf niemanden Rücksicht nehmen und können einfach kochen, was wir wollen. Wir sind beide große Fans von Kartoffeln und essen sie eigentlich ständig in unterschiedlichen Formen wie zum Beispiel Ofen-Pommes, Tortilla, ZitronenkartoffelnKartoffelbrei oder Salzkartoffeln. Zu Weihnachten kann es ruhig etwas festlicher sein. So kam ich auf die Hasselback-Kartoffeln. Dabei handelt es sich um Kartoffeln, deren Oberfläche vielmals eingeschnitten – aber nicht durchschnitten – wird, so dass sie einem Fächer gleichen. Werden sie nun im Ofen gebacken, wird das Innere der Kartoffel weich und cremig und das Äußere schön knusprig.

Der Name dieses Gerichts stammt übrigens von dem Restaurant Hasselbacken in Stockholm, das die Kartoffel in den 1940ern zum ersten Mal in dieser Form zubereitete und sie „Hasselbackspotatis“ nannte. Das Originalrezept sieht vor, dass die Kartoffeln mit Butter bestrichen und mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt werden. Meine Version verwendet stattdessen eine Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch und Rosmarin und wird am Ende mit gerösteteten Haselnüssen garniert. Ist ja schließlich Weihnachten.

Dazu kann man dann so ziemlich alles essen, was man möchte. Zum Beispiel ein Stück Fisch, Weihnachtsgans, Hühnchen oder auch gegrillten Halloumi-Käse oder weihnachtliches Gemüse. Wichtig ist nur, dass alles gleichzeitig auf den Tisch kommt. Das ist viel schöner und lässiger als das Servieren verschiedener Gänge. Außerdem muss niemand zwischen Küche und Tisch hin und her rennen.

Ja, so mag ich es dieses Weihnachten. Einfach und ohne großen Firlefanz. Das Jahr war anstrengend genug. Deshalb kann Weihnachten für mich gar nicht entspannt genug sein. Ich werde mir eine Auszeit nehmen, viel spazieren gehen, lesen, nachdenken und sonst einfach mal nichts tun. Im Neuen Jahr sehen wir uns dann hier wieder. Und darauf freue ich mich schon.

Und nun meine Frage an Dich: wie wirst Du Weihnachten dieses Jahr verbringen? Und vor allem: was wirst Du kochen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar unter diesem Beitrag!

Hasselback-Kartoffeln

Portionen 2 Personen
Zubereitungszeit 15 Min.
Backzeit 40 Min.
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Zutaten

So geht's

  • Den Backofen auf 200 °C Oberhitze und Umluft vorheizen.
  • Die Kartoffeln mit einem scharfen kleinen Messer ca. alle 2 mm quer einschneiden. Die Kartoffeln dabei möglichst nicht durchschneiden, sondern wirklich nur einschneiden. Wenn Du doch eine Kartoffel durchschneidest, nicht verzweifeln und einfach weitermachen!
  • Kartoffeln mit der eingeschnittenen Seite nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.
  • In einer Schüssel Olivenöl, Zitronensaft, Salz, Knoblauch, gehackten Rosmarin und Pfeffer vermischen. Die Oberfläche der Kartoffeln damit einpinseln. Wenn Knoblauch und Rosmarin in der Schüssel zurück bleiben, beiseitestellen und später auf den Kartoffeln verteilen.
  • Die Kartoffeln 30 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Zwischendurch kontrollieren, dass die Oberflächen nicht verbrennen. Dann die Reste der Marinade auf den Kartoffeln verteilen, die Rosmarinzweige zwischen die Kartoffeln legen und die gehackten Haselnüsse darüber streuen und weitere 10 Minuten backen. Kontrollieren, ob die Kartoffeln durch sind. Je nach Größe der Kartoffeln kann die Backzeit um 10 Minuten verlängert werden.

Wellcuisine-Tipp

Wird die Oberfläche der Kartoffeln zu dunkel und sind sie innen noch nicht durch, dann den Ofen auf Ober- und Unterhitze umschalten und weiter backen, bis sie gar sind. 
Wellcuisine Stefanie Reeb

 

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  1. Claudia schreibt:

    Liebe Steffi,
    Was für ein schönes Rezept 🙂 Wir haben es gerade mit 2 Sorten Kartoffeln getestet und das ganze Blech leer geputzt. Es ist so lecker.
    Hab‘ vielen Dank.
    Liebe Grüße
    Claudia & family

    1. Stefanie Reeb Autor schreibt:

      Liebe Claudia,

      Wie schön! Das freut mich!

      Sende Dir und Deiner Familie ganz liebe Grüße.
      Stefanie

  2. Susanne schreibt:

    Liebe Stefanie
    Das ist die Idee für den Heiligen Abend, Danke 🤩 ich habe noch gesucht aber nun gefunden
    Gefeiert haben wir bis vor 2 Jahren in froher Familienrunde, nun sind wir zu zweit
    Also Baum 🌲 und Lichter mit den tollen Kartoffeln und mal schauen was noch dazu kommt und auf alle Fälle einen leckeren Nachtisch und Espresso :))
    Allseits eine frohe Weihnachtszeit mit lieben Grüßen aus Nordhessen
    Susanne

  3. Barbara schreibt:

    Liebe Stefanie,
    zunächst wünsche ich dir und dem tollen Fotografen frohe Weihnachten (gehabt zu haben), eine geruhsame Zeit zwischen den Jahren, einen guten Rutsch, kommt gesund und munter ins neue Jahr.
    Ich bin total abgetaucht, die schwere Krankheit in meiner Familie absorbiert mich völlig. Und zwar so weit, dass ich seit Wochen keinen Appetit mehr habe und überhaupt keinen Spaß am kochen. Das ist für mich dramatisch, denn kochen (meist nach deinen Rezepten) und essen ist normalerweise meine Kraftquelle. Im Moment ist essen eher Pflicht. Halt: und dann kam dieses Rezept, das mich immer wieder kulinarisch aufmuntert. Fast das einzige, das mich gerade „hinterm Ofen hervorlocken kann“. Ganz herzlichen Dank dafür und überhaupt für diesen tollen Blog, herzlich, deine Barbara

    1. Stefanie Reeb Autor schreibt:

      Liebe Barbara,

      vielen Dank für Deine liebe Nachricht! Ich wünsche Dir ein gutes Jahr 2022! Es tut mir sehr leid, dass Du diesen schweren Krankheitsfall in der Familie hast. Das ist sehr schwer und ja, ich kann mir gut vorstellen, dass Du zur Zeit keinen großen Appetit hast. Ich freue mich sehr, dass Dich die Haselback-Kartoffeln ein wenig aufmuntern konnten. Dir und Deiner Familie wünsche ich alles Gute und Liebe!

      Deine Stefanie

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