Grünes Curry

Ein gesundes Wohlfühlgericht

Bei uns zuhause gibt es mindestens ein- bis zweimal pro Woche Curry. Und zwar am liebsten mit einer selbstgemachten Currypaste. Die ist nicht nur gesünder als die meisten fertig gekauften Pasten, sondern auch so schnell gemacht wie ein Smoothie. Ja, eigentlich hat sie eine Menge Ähnlichkeiten mit einem grünen Smoothie: alle Zutaten werden roh im Mixer püriert und heraus kommt eine grüne Creme – die allerdings gar nicht smoothiemäßig schmeckt, sondern würzig, scharf, salzig und zitronig. Alles in allem einfach herrlich und so, dass man nie wieder eine fertige Currypaste benutzen will. Ist die Paste erst mal fertig, ist der Rest des Curries ein Kinderspiel: Gemüse anbraten, Kokosmilch, etwas Wasser und die Currypaste dazugeben und fertig garen lassen. That’s it!

In dieser Version habe ich Rosenkohl verwendet. Das ist bestimmt nicht die Art von Gemüse, die einem beim Wort Curry zuerst einfällt. Aber manchmal passen ja die verrücktesten Dinge zusammen … und machen eine Mahlzeit zu einem echten Gaumenschmaus. Aber nicht nur unser Geschmackssinn profitiert von diesem Curry, sondern auch unsere Zellen. Denn Rosenkohl – und der enthaltene Brokkoli – liefern einen echten Powerstoff für unsere Gesundheit: den sekundären Pflanzenstoff Sulforaphan. Das ist eins der stärksten Antioxodanzien, wurde aber übrigens erst 1992 entdeckt. Im Unterschied zu Vitamin C oder E, die im Kampf gegen Freie Radikale auch selbst das Zeitliche segnen, agiert Sulforaphan strategisch klug aus dem Hintergrund und aktiviert körpereigene Entgiftungsenzyme in der Leber, um den Freien Radikalen den Garaus zu machen und die Körperzellen zu schützen. Da Sulforaphan hier indirekt wirkt, wird es selbst nicht verbraucht und ist im gesamten Körper höchst aktiv – und das über vier bis fünf Tage lang.

Ich weiß nicht wie es Dir geht, aber ich persönlich liebe die Vorstellung, etwas leckeres zu essen und gleichzeitig meinem Körper was Gutes zu tun. Beide Effekte verstärken sich übrigens: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass unser Körper die Vitalstoffe im Essen noch viel besser verwerten kann, wenn es uns gut schmeckt. Dieses Curry ist also ein Win-Win-Win … Lass es Dir schmecken!

Grünes Curry

Portionen 2 Personen
Zubereitungszeit 1 Std.
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Zutaten

Für den Reis:

Für die Currypaste:

So geht's

  • Den Basmatireis in einem Sieb waschen, in einen Topf mit passendem Deckel geben und Wasser und Salz hinzufügen. Das Ganze bei geschlossenem Deckel zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, die Hitze rauf die niedrigste Temperatur einstellen und den Reis ca. 15 Minuten ziehen lassen, bis er gar ist. Die Herdplatte gegebenenfalls ganz ausschalten, damit der Reis nicht anbrennt.
  • In der Zwischenzeit die Currypaste zubereiten. Dazu alle Zutaten im Hexler oder in der Küchenmaschine cremig pürieren. Falls die Mischung zu trocken ist und sich nicht gut pürieren lässt, etwas Wasser hinzufügen.
  • Für das Gemüse die Röschen vom Brokkoli abschneiden. Den Strunk brauchen wir für das Rezept nicht*.
  • Den Rosenkohl waschen, Strunk abschneiden und in Hälften schneiden. Karotten gründlich waschen und in Scheiben schneiden.
  • Eine große und tiefe Pfanne oder einen Topf erhitzen. Olivenöl hinein geben und Brokkoli, Rosenkohl und Karotten unter Rühren 2 Minuten leicht anbraten. Mit Kokosmilch und Wasser ablöschen und die grüne Currypaste hinzufügen. Bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis der Rosenkohl bissfest ist. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
  • Das Curry zusammen mit dem Reis und etwas frisch gehacktem Koriander servieren.

Wellcuisine-Tipp

* Aus dem Brokkolistrunk kannst Du später zusammen mit etwas Kartoffel und Karotten eine Gemüsesuppe machen, die am Ende der Garzeit püriert wird.
Wellcuisine Stefanie Reeb

 

 

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  1. Romina schreibt:

    Hmm.. habe das Green Curry heute Mittag gekocht. War ganz erstaunt, wie fix und einfach die Currypaste selbst gemacht war! Und sooo lecker! Ich werde nie wieder die fertige Paste verwenden! 🙂 Dazu gab es Hirse – ein tolles Wohlfühl-Gericht! Vielen Dank für deine tollen Beiträge und Rezepte, liebe Stefanie!

  2. Liebe Stefanie, vielen Dank für das tolle Curry, es ergänzt meine Sammlung perfekt!
    Irmen

  3. Eberhard schreibt:

    Liebe Stefanie, unsere ganze Familie ist hingerissen! Vielen Dank!
    Eberhard

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