Wenn ich aus meinem Küchenfenster schaue, sehe ich Grün mit gelben Punkten. Das ist unser Zitronenbaum, der momentan viele reife Früchte trägt. Jeden Tag pflücke ich mindestens eine Zitrone und benutze ihre Schale zum Kochen oder Backen und ihren Saft für unser morgendliches Zitronenwasser, zum Abschmecken der Mahlzeiten oder für das nächste Salatdressing. Für mich ist es ein Fakt, dass mit Zitrone alles besser schmeckt. Sie macht süße Backwaren raffiniert, balanciert cremige Saucen aus und verleiht Hauptgerichten den letzten Frischekick. Egal, wo man ihre Schale oder ihren Saft einsetzt, macht sie das Gericht interessanter. Meine Liebe zu Zitronen steckt auch regelmäßig unsere Retreat-Teilnehmer an. Eine Teilnehmerin schrieb mir kürzlich, dass sie immer an mich denken muss, wenn sie eine Zitrone sieht ;–)

Von Zitronen benutze ich gerne die ganze Frucht, also Saft, Schale und alles zwischendrin, inklusive dem Weißen unter der Schale, das leicht bitter schmeckt. Übrigens wurden im mediterranen Europa ganze Zitronen bereits in der spätmittelalterlichen Küche zum Verfeinern von allerlei Gerichten verwendet. Die Zitrone wurde schon damals als Heilmittel angesehen und ihre Schale zum Beispiel als wichtiger Bestandteil von Pest-Medikamenten eingesetzt.

Auch heute macht es sowohl aus Geschmacks- als auch aus Gesundheitsgründen Sinn, die Zitrone im Ganzen zu verwenden. Denn ihr Saft wirkt stark antioxidativ und versorgt den Körper mit wertvollen Vitalstoffen, die Schale regt die Verdauung an, wirkt entzündungshemmend und entgiftend und selbst das Weiße der Zitrone ist supergesund und enthält wertvolles Vitamin C und darmpflegende Ballaststoffe.

Zur Zeit trägt unser Zitronenbaum so viele Früchte, dass ich mir ständig etwas einfallen lassen muss, um sie zu verwerten. Ich nutze sie für unsere täglichen Mahlzeiten, ich friere sie ein (dies ist ein guter Trick, um immer frischen Zitronenabrieb parat zu haben) oder ich mache eine Zitronensalzpaste daraus. Auf diese Idee hat mich meine gute Freundin Natascha gebracht, die vor Jahren zusammen mit ihrem Mann an einem unserer Mallorca-Retreats teilgenommen hat und sich so in die Insel verliebt hat, dass die beiden nun in der Nähe von uns ein Häuschen bezogen haben.

Dieses cremige Zitronensalz ist eine sehr einfache Würz-Paste aus genau zwei Zutaten: Zitronen und Salz. Die Idee ist die gleiche wie die von eingelegten Salzzitronen, nur dass man nicht warten muss, sondern das Zitronensalz direkt benutzen kann. Ich verwende es in allerlei Gerichten, in denen ich normalerweise Salz, Zitronensaft und Zitronenschale benutzen würde – also in fast allen. Das Salz hält sich gut verschlossen im Kühlschrank sehr lange. Wie lange genau weiß ich nicht, da ich es so gerne benutze, dass es bei mir noch nie schlecht geworden ist.
Und nun meine Frage an Dich: liebst Du Zitronen auch so sehr? Und wirst Du dieses Rezept mal ausprobieren? Ich freue mich auf Deinen Kommentar unter diesem Beitrag!

Cremiges Zitronensalz
Zutaten
- 700 g Bio-Zitronen
- 100 g Salz ich habe Himalayasalz benutzt
Anleitungen
- Zitronen waschen, trocken reiben, vierteln, die Kerne entfernen und in noch kleinere Stücke schneiden..
- Zitronenviertel und Salz im Standmixer pürieren, dabei mit dem Spatel nach unten schieben.
- Nur so lange mixen bis eine Paste entstanden ist, nicht länger.
- Schraubglas und Deckel mit kochendem Wasser ausspülen (sterilisieren) und die Salzpaste einfüllen. Im Kühlschrank aufbewahren und nach Bedarf verwenden.

Liebe Stefanie, das ist ja ein super tolles Rezept, dickes Dankeschön ???? allerdings habe ich jetzt drei Gläser dieser Köstlichkeit im Kühlschrank. Ist ja auch ein super Geschenk ???? liebe Grüße Barbara
Liebe Barbara,
ja, das ist ein super Geschenk und hält sich im Kühlschrank aber auch recht lang.
Liebe Grüße
Stefanie
Liebe Stefanie,
Ich bin von deinem Rezept auch sehr begeistert und habe das Zitronensalz auch schon zweimal gemacht. Der Vorrat reichte fast ein Jahr und war dann immer noch genauso frisch und gut wie am Anfang!
Danke vielmals für das wunderbare Rezept! Und ja, es ist ein super Geschenk aus der eigenen Küche.
Liebe Grüße
elisabeth
Liebe Elisabeth,
das freut mich so, dass Du das Salz auch gerne benutzt. Ich habe es auch immer vorrätig und liebe es.
Einen ganz lieben Gruß
Stefanie