Minestrone

Das Lebenselixier im Herbst

Es gibt diese Rezepte, die sind so wie Atmen – man denkt nicht darüber nach, man atmet einfach ein und aus. Genauso selbstverständlich schneidet man die Zutaten dieser Rezepte, kombiniert sie nach Gefühl, würzt, wie es einem gerade einfällt, und stellt kurze Zeit später eine leckere Mahlzeit auf den Tisch. Minestrone ist für mich eins dieser Rezepte: gern gegessen und extrem unterschätzt. Schließlich ist die Minestrone einfach ein Gemisch aus Resten, die gerade noch im Kühlschrank sind, gerne vermengt mit Bohnen und ein paar Nudeln oder Reis vom Vortag. So kam die Minestrone übrigens auch zu ihrem Namen, denn sie stammt vom italienischen Wort „Minestra“ ab, das nichts anderes heißt als „Gemisch“ oder „Mischmasch“. Bei uns gibt es Minestrone zu jeder Jahreszeit. Aber im Herbst schmeckt sie natürlich besonders gut, denn jetzt verbreiten warme Suppen ein wunderbares Gefühl im Bauch und wärmen den Körper von innen, so dass er sich besser gegen die kühleren Temperaturen zur Wehr setzen kann.

Suppen sind ein echtes Lebenselixier. Zu diesem Ergebnis kam übrigens auch eine Studie der Harvard-Universität, die nachwies, dass Menschen, die häufig Suppen essen, länger leben und bessere Gesundheitswerte aufweisen. Denn Suppen mit viel Gemüse bringen wichtige Vitalstoffe und enthaltene Hülsenfrüchte liefern Selen, das das Immunsystem stärkt. Der hohe Wasseranteil versorgt auch Menschen, die nicht so gern trinken, mit ordentlich Flüssigkeit, die den Körper beim Entgiften unterstützt und das Hautbild verbessert.

Was ich an der Minestrone ganz besonders liebe: sie kann mit allem angereichert werden, was uns schmeckt. Haben wir wenig Zeit, geben wir am Ende der Kochzeit ein paar Bohnen aus der Dose hinzu (wobei eingeweichte und gekochte getrocknete Cannelini-Bohnen noch viel besser schmecken). Wer mag, kann sogar ein wenig Bio-Huhn hinzufügen. Und vorgekochter Reis, Nudeln oder (bei Verträglichkeit) etwas geriebener Parmesan, geben der Suppe den letzten Kick.

Viel Freude mit der Minestrone! Und wenn Du neue Zutatenkombinationen ausprobierst, dann freue ich mich auf Deinen Kommentar unter diesem Beitrag!

 

Minestrone

Portionen 4 Personen
Zubereitungszeit 30 Min.
Wartezeit 30 Min.
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Zutaten

So geht's

  • Wenn getrocknete Cannelinibohnen verwendet werden, diese entweder über Nacht einweichen und dann ca. 30 Minuten in 700 ml Wasser und etwas Salz gar kochen ODER die getrockneten Bohnen ohne Einweichen ca. 1 Stunde kochen. Alternativ können Bohnen aus der Dose genommen werden. Diese in ein Sieb geben, abwaschen und am Ende in die Suppe geben.
  • Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und Lauch und Knoblauch unter Rühren ca. 3 Minuten anschwitzen. Dann das Gemüse hinzufügen und unter Rühren leicht anbraten. Mit Weißwein ablöschen. Heißes Wasser, Salz, Oregano, Pimenton, Tomatenmark und Ahornsirup hinzufügen und bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten köcheln lassen.
  • Die vorgekochten Bohnen (oder Bohnen aus der Dose) hinzufügen.
  • Mit Salz, Pfeffer und etwas Tabasco abschmecken. Zwei EL gehackte Petersilie in die Suppe geben. Die Suppe in Schüsseln geben, mit weiterer Petersilie bestreuen und direkt servieren. Wer mag, serviert dazu geriebenen Parmesan.

Wellcuisine-Tipp

Um die Suppe noch gehaltvoller zu machen, können vorgekochte Nudeln am Ende hinzugefügt werden. 
Wellcuisine Stefanie Reeb

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  1. Barbara schreibt:

    Liebste Stefanie, das gibt’s doch nicht: ich habe mir die letzten Tage ein Suppenrezept gewünscht. Super Idee mit der Minestrone- ich liebe Minestrone. Ich werde tatsächlich einfach schauen, was der Kühlschrank bietet und zb den Lauch und Fenchel ersetzen. Zb durch pastinake, die noch auf ihren großen Tag wartet. Vielleicht auch etwas Spinat… Und statt Parmesan werde ich das Topping der Kürbis Salbei Pasta machen, das gibt den letzten Schliff.
    Ganz lieben Dank für dieses wundervolle Herbstgericht, deine Barbara

    1. Stefanie Reeb Autor schreibt:

      Liebe Barbara,

      ich hoffe, Dir hat die Minestrone gut geschmeckt! Sehr gute Idee, das Topping der Kürbis Salbei Pasta dafür zu verwenden!

      Liebe Grüße
      Stefanie

      1. Barbara schreibt:

        Liebe Stefanie, die Minestrone ist der Knaller, so ein schönes wärmendes Herbstgericht, ganz ganz toll. Ich musste ja beim Gemüse improvisieren, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch (Spinat, Brokkoli statt Lauch und Fenchel). Die nächste Minestrone kommt in deinem Original auf den Tisch. Das Topping der Kürbis Salbei Pasta passt hervorragend. Mir ist die Suppe etwas scharf geraten (zu viel Chilli statt Tabasco), aber das heizt ja gerade jetzt gut ein. Ganz herzliches Dankeschön von deiner Barbara

  2. Charlotte schreibt:

    Vielen Dank für das schöne Rezept, liebe Stefanie! Von meiner Mutter habe ich gelernt, dass eingeweichte getrocknete Steinpilze eine großartige Ergänzung sind!
    Liebe Grüße! Charlotte

    1. Stefanie Reeb Autor schreibt:

      Liebe Charlotte,

      das klingt interessant! Muss ich mal ausprobieren. Danke für den Tipp!

      Liebe Grüße
      Stefanie

  3. Liebe Stefanie,
    hast Du eine Idee, was ich anstelle der Tomaten nehmen könnte? Ich liebe Minestrone, aber mit der Histaminunverträglichkeit scheitere ich meist daran.
    Ich würde mich freuen, wenn du eine Idee hast.
    Ich danke Dir.
    Monika

    1. Stefanie Reeb Autor schreibt:

      Liebe Monika,

      das Gute an einer Minestrone ist, dass man sie sehr gut abwandeln kann, sogar indem man die Tomaten einfach weglässt. Ich würde dann noch zusätzlich tiefgekühlte Erbsen hinzufügen, mit etwas abgeriebener Zitronenschale und Basilikum abschmecken, um ein mediterranes Aroma zu erhalten.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

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