Muhammara
Syrischer Paprika-Dipp

Diesen wunderbaren Paprika-Dipp aus der syrischen Küche habe ich zum ersten Mal bei meiner Freundin Ling gegessen, die uns auf unseren Wellcuisine-Retreats unterstützt und die zusammen mit Thomas für das Frühstück und Mittagessen zuständig ist. Unsere Art zu kochen ähnelt sich sehr und wir inspirieren einander nun schon seit fast 10 Jahren – und nebenbei lachen wir auch viel, ziehen Tarotkarten und kauderwelschen auf Deutsch und Englisch durcheinander, denn Ling kommt aus Neuseeland. Als Ling diesen Dipp für den ersten („Mezze“-) Abend unseres Mallorca-Retreats zubereitete, ging beim ersten Bissen ein Raunen durch die Runde – so gut ist er! –  und in diesem Moment beschlossen wir, ihn ein paar Tage später im Kochkurs noch einmal zuzubereiten, so dass alle das herrliche Rezept mit nach hause nehmen konnten. Das schöne an so einem Dipp ist, dass er keine „One-Man-Show“ ist, sondern sich mit vielen Mahlzeiten gut verträgt und sie veredelt. Ein schlichtes Gemüse aus dem Ofen mit diesem Dipp? Köstlich. Rohe Gemüsesticks damit? Ja!! Auch mit Fladenbrot, knusprigen Kartoffwedges aus dem Ofen oder mit einem Stück Fleisch vom Grill verträgt sich dieser Dipp fantastisch. Ist das nicht der wahre Sinn von Freundschaft? Dass man das Gute im anderen sieht und verstärkt? Dass man zusammen über sich selbst hinauswächst? In diesem Sinne ist dieser Dipp ein guter Freund, der alle um ihn herum zum Strahlen bringt. Apropos: dieser Dipp zeigt sich auch gern in Gesellschaft von Baba Ganoush, der rauchigen Creme aus gerösteten Auberginen – zusammen machen sie aus einer losen Ansammlung von Salat, geröstetem Gemüse und Fladenbrot eine Tafel wie aus 1001 Nacht. Auf die Freundschaft!

 

 

Muhammara

Für ca. 4 Personen:

 

  • 2 große rote Paprika
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 100 g Walnusshälften
  • 100 ml Olivenöl
  • 50 g Tomatenmark
  • 1 getrocknete Chili, zerkrümelt
  • 1 EL Ahornsirup
  • Optional (lasse ich oft weg): 1 Knoblauchzehe, geschält
  • ca. 3/4 TL Salz

 

Zeitaufwand:
ca. 25 Minuten

 

Die Paprika der Länge nach vierteln und entkernen. In einer Schüssel mit Olivenöl und Salz vermischen. Auf den vorgeheizten Grill legen und je Seite 10 Minuten grillen bis die Paprika weich und auf der Hautseite leicht geschwärzt ist. ALTERNATIVE ZUBEREITUNG IM BACKOFEN: Den Backofen auf 180 °C vorheizen und die Paprikaviertel ca. 25 Minuten backen, bis sie weich sind.

 

Die Walnüsse in der Pfanne anrösten, bis sie zu duften beginnen.

 

Die geröstete Paprika zusammen mit den Walnüssen und den restlichen Zutaten außer dem Salz in der Küchenmaschine oder dem Mixer pürieren. Die Walnüsse dürfen ruhig noch etwas Biss haben. Mit ca. 3/4 TL Salz abschmecken. Mit Fladenbrot und/oder Gemüsesticks servieren.

 

PS: Das Rezept für die abgebildeten (glutenfreien) Fladenbrote findest Du hier

 

Meine Freundin Ling und ich in der Retreatküche. 

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28. Juli 2017
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20 Kommentare zu “Muhammara
  1. Ling sagt:

    Ahhh my friend! So looking forward to the next long years cooking side by side & laughing our heads off!!!
    Thanks my favorite friend to be inthe kitchen with. Xxxx

    • Stefanie Reeb sagt:

      Hey darling,

      thank YOU for the beautiful recipe! I’m so much looking forward to our next adventures in the kitchen and everywhere else!

      xox
      Stefanie

  2. Christine sagt:

    Hallo, das Brot auf dem obersten Foto sieht auch sehr lecker aus. Gibt es dazu auch ein Rezept?

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Christine,

      ja, das Fladenbrot ist ein echter Knaller geworden (wenn ich das so ganz unbescheiden sagen darf ;–). Deshalb kommt es auf jeden Fall nächste Woche auf den Blog!

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
      Stefanie

  3. Kerstin sagt:

    Hallo Stefanie,

    Einen Riesenknutsch von mir!
    Danke, dass Du das Rezept nochmal auf den Blog gestellt hast und dieses Mal mit Gramm-Angaben. Im Retreatrezepteregister (scharfes Wortgebilde 🙃) war es mit Tassen-Angaben
    (so gar nicht mein Ding, dann schon lieber „so nach Gefühl, Du weißt schon – Angaben“ , das klappt besser)
    und hat obendrauf noch einen kleinen Fehlerteufel dabei, wie es sich jetzt für mich heraus stellt…
    Ich war schon ganz enttäuscht, weil unser Dip so gar nicht die Konsistenz hatte, wie wir sie in Erinnerung hatten und geschmeckt hat er auch anders …aber jetzt noch mal auf ein Neues!

    Liebe Grüße an Euch Beide

    Kerstin und Alexander

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Kerstin,

      danke für den Knutscher! Ich schicke Dir direkt einen zurück!

      Ja, ich verstehe, was Du meinst, mit Grammzahlen arbeite ich auch lieber (oder eben nach „Pi mal Daumen“, wie Du auch schon sagst).

      Einen ganz lieben Gruß an Euch zwei und natürlich auch den Rest der Familie!
      Stefanie

  4. Monika sagt:

    Hallo Stefanie,
    gibt es eine Idee als Alternative zu Tomatenmark? Ich kann ja leider, leider, leider keine Tomaten essen wegen Histaminunverträglichkeit :o/
    Und Du hast immer so tolle Alternativideen.
    Freu mich, wenn Dir was einfällt.
    Lieben Gruß
    Monika

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Monika,

      das ist kein Problem. Du kannst das Tomatenmark einfach weglassen und den Dipp gegebenenfalls mit etwas Zitronensaft abschmecken. Das Originalrezept wird sowieso ohne Tomatenmark gemacht, aber ein bisschen Säure tut dem Dipp meiner Meinung nach ganz gut.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  5. Jessica sagt:

    Hallo Stefanie
    Klingt super lecker!
    Und die Kombination mit dem GLUTENFREIEN Fladenbrot perfekt.
    Freue mich schon auf das glutenfreie Rezept! Vertrage leider absolut kein Gluten und ich leide immer, wenn andere (insbesondere meine Familie) Fladenbrot mit leckeren Dips oder Suppe essen.
    Dankeschön!
    Du hast mein Leben mit deinen Rezepten bereichert. Bei mir gibt es mindestens 4 mal die Woche Rezepte von dir. Vor allem die glutenfreien Bananenpancakes essen wir oft zum Frühstück mit saisonalen Obst.
    Lieben Gruß
    Jessica

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Jessica,

      vielen Dank für Deine liebe Rückmeldung! Ja, das kann ich sehr gut verstehen, wie schwierig es ist, zuzuschauen, wenn andere leckeres Fladenbrot essen! Mein Mann verträgt auch überhaupt kein Gluten und das ist vielleicht das Glück im Unglück, denn so teste ich immer öfter glutenfreie Backwaren, damit er ganz normal mitessen kann. Vom neuen Fladenbrotrezept bin ich richtig begeistert, und ein paar Freunde, die Gluten eigentlich vertragen, wollten unbedingt das Rezept, nachdem sie es bei uns gegessen haben. Ich werde es am Freitag online stellen.

      Einen lieben Gruß!
      Stefanie

  6. Alexandra sagt:

    Hallo Stefanie, dass es einen ‚Rezept drucken‘ button gibt finde ich super! Bislang habe ich die Rezepte immer ins Word-Dokumnet kopiert :-).
    Das obige Rezept habe ich jetzt noch nicht getestet, kann aber deinen Apfelessig-Spritzer und die kalte Avocado-Gurken-Suppe für heisse Tage unbedingt empfehlen.
    Liebe Grüsse, Alex

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Alexandra,

      vielen Dank für Deine Nachricht! Ja, der „Drucken“-Button war wirklich überfällig. Und als mich dann die dritte Person in einer Woch darauf angesprochen hatte, habe ich ihn dann endlich eingesetzt ;–)

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  7. Rachela sagt:

    Tolles Rezept!! Schmeckt auch sehr gut als Pesto – mit etwas Kochwasser von der Pasta angereichert:)

  8. Nina sagt:

    Liebe Stefanie,

    der Dipp hört sich toll an und da mir das Baba Ganoush schon so gut geschmeckt hat, werde ich ihn auf jeden Fall probieren. Ich mag auch Paprika sehr gerne und das ist mal eine schöne Zubereitungsalternative. Am Sonntag geht’s für eine Woche ins Allgäu mit meiner Schwester aber danach kann ich dann loslegen. Toll, dass es auch gleich das passende Fladenbrot dazu gibt.

    Viele Grüße
    Nina

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Nina,

      ja, dieser Dipp zusammen mit Baba Ganoush und Fladenbrot sind zur Zeit meine absoluten Lieblinge für einen schönen Abend mit Freunden. Aber auch einfach ein Glas davon im Kühlschrank zu haben und zu allen möglichen Gerichten zu kombinieren ist großartig, weil alles gleich viel besser damit schmeckt.

      Viel Spaß im Allgäu! Das stelle ich mir jetzt schön vor und auch mein Mann spricht schon die ganze Zeit von Bergen und grünen Wiesen, denn wir haben es hier auf Mallorca gerade irre heiß.

      Liebe Grüße
      Stefanie

  9. Daniela sagt:

    Liebe Stefanie,
    habe sowohl den Dipp gemacht als auch das Fladenbrot. Das ist beides mal wieder klasse – vor allem auch zusammen ganz frisch 🙂
    Gibt es von dir auch Brotrezepte mit Sauerteig? Mir schmeckt das besser.
    Und der Dipp als Pesto ist richtig lecker – danke an Rachela (unbekannterweise) für den Tipp.
    Herzliche Grüße und auf bald!
    Daniela

  10. Daniela sagt:

    Ich danke dir für das Vinchgauer-Rezept!!!
    Du schreibst in deinem Text, dass Vinchgauer zu dem Zeitpunkt dein absolutes Lieblingsbrot war. Genauso ergeht es mir zur Zeit 😀👍🏻
    Zutaten habe ich alle – inkl. Bockshornkleesaat.
    Wie viel TL oder EL müssen davon in den Teig?
    Eine gute Zeit und herzliche Grüße
    Daniela

  11. irmen sagt:

    Danke für das tolle Rezept – als Kind konnte man mich mit Vinschgauern jagen – aber das hat sich inzwischen gründlich geändert. 🙂
    Vielen Dank für das göttliche Muhammara!!
    Irmen

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