Wurzelgemüse-Gratin
Meine doppelt schnelle Version

Es gibt kein Essen, das im Herbst und Winter besser erdet als ein gutes Gratin. Kürzlich war meine Lust darauf mal wieder groß und ich beschloss, dem guten alten Kartoffelgratin einen neuen und nährstoffreichen Anstrich zu verpassen, indem ich die Kartoffeln mit Rote Bete und Süßkartoffeln mischte. Ich schichtete die Gemüsescheiben also in eine Ofenform, übergoß sie mit der Sauce und schob sie mit hungrigem Magenknurren in den Backofen. Dabei freute ich mich schon, innerhalb von einer Stunde ein dampfendes, cremiges, sättigendes Gratin auf dem Tisch zu haben. Nur dass ich nach anderthalb Stunden immer noch sehnsüchtig und mittlerweile richtig hungrig vor dem Ofen stand und darauf wartete, dass die Gemüsescheiben endlich weich wurden. In dem Augenblick war mir klar, dass es eine andere Zubereitungsart für dieses herrliche Gericht geben muss, denn ganz ehrlich, wer hat im Alltag schon Lust darauf, fast zwei Stunden auf sein Essen zu warten? Also überlegte ich mir eine neue Technik für mein Gratin, die super funktioniert und etwas weniger als die Hälfte der Zeit in Anspruch nimmt. Dafür gare ich die Gemüsescheiben zusammen mit der Gratinsauce in einer großen, tiefen Pfanne oder in einem Topf und backe sie erst dann im Ofen. So wird das Gratin schön cremig und steht nach 45 Minuten auf dem Tisch. Falls Du genauso wie ich schon lange eine angefangene Packung Nährhefe im Schrank stehen hast und nie genau weißt, wofür Du sie verwenden sollst: genau jetzt kommt ihr Einsatz, denn dem Gratin verleiht sie diesen leckeren Käsegeschmack. Und um die ganze Sache noch etwas interessanter zu machen, füge ich der Sauce etwas Meerrettichcreme hinzu, denn die unterstreicht den Geschmack von Wurzelgemüse perfekt. Wir essen das Gratin übrigens meistens als Hauptgericht, aber natürlich funktioniert es auch als sättigende Beilage. 

 

 

 

Wurzelgemüse-Gratin:

Für 2 Personen:

  • 250 g festkochende Kartoffeln
  • 200 g Süßkartoffeln
  • 200 g Rote Bete
  • 200 ml pflanzliche Sahne
  • 200 ml ungesüßte Mandelmilch
  • 1–2 TL Meerrettichcreme (nach Geschmack)
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und gehackt
  • 1 TL Salz
  • 3 EL Nährhefe/Hefeflocken

 

Für das Crumble:

  • 30 g gemahlene Mandeln
  • 3 EL Nährhefe/Hefeflocken
  • 1/3 TL Salz
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt
  • 1 EL Olivenöl

 

 

Kartoffeln, Süßkartoffel und Rote Bete schälen und in feine Scheiben schneiden. 

 

Pflanzliche Sahne und Mandelmilch in einer tiefen Pfanne oder einem großen Topf zum Köcheln bringen. Knoblauch, Meerrettichcreme, Salz und Nährhefe hinzufügen. Das Gemüse hinzufügen und bei geschlossenem Deckel 15 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen. 

 

In der Zwischenzeit den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

 

Alle Zutaten für das Crumble vermischen. 

 

Eine Ofenform mit Olivenöl ausreiben und die Gemüsemischung einfüllen und glatt streichen. Mit dem Crumble bedecken und auf mittlerer Stufe 20 Minuten backen. Zwischendurch kontrollieren, dass das Crumble nicht zu dunkel wird. Sonst mit Backpapier abdecken und weiter backen. Am Ende der Backzeit mit einer Gabel prüfen, ob die Gemüsescheiben gar sind. Aus dem Ofen nehmen und servieren. 

 

Zeitaufwand:
ca. 45 Minuten

 

 

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17. November 2017
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12 Kommentare zu “Wurzelgemüse-Gratin
  1. Liane Scheu sagt:

    Hallo Stefanie,
    ich beteilige mich sehr selten an Blogs und so. Aber ich bin sooo begeistert von deinen Rezepten ( geb. Brokkoli, Asiasalat, Muffins mit Rote Beete, Elisenlebkuchen, Zitronentarte……mmh- um nur einige zu nennen)dass ich einfach mal schreiben muss. Meine Tochter verzichtet seit einiger Zeit auf Zucker und oft Milch, da sie mit Akne und Bauchschmerzen Probleme hatte… Und da bin ich auf deine Rezepte gestoßen. Sie hat mittlerweile das Backbuch von mir bekommen und backt fleißig und mit Freude daraus. Und für mich ist es eine wahre Wonne deine Rezepte umzusetzen. Einfach toll.
    DANKE für diese wunderbare Bereicherung.
    Hast du bei dem Gratin die Zutaten in den kalten Backofen gestellt? Wenn nicht, würde ich es damit mal versuchen. Dann verbindet sich die Stärke, glaube ich, besser. Dann braucht er wahrscheinlich nur eine Stunde.
    Immer in freudiger Erwartung auf neue Rezepte….
    Herzlich
    Liane

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Liane,

      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Ich freue mich sehr, dass Deine Tochter und Du Freude an meinen Rezepten habt. Den Tipp mit dem anfangs kalten Backofen werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Vielen Dank, da bin ich gespannt!

      Hab ein schönes und entspanntes Wochenende!
      Deine Stefanie

  2. Barbara sagt:

    Liebe Stefanie,
    wir liegen mit wohlig gefüllten Bäuchen auf dem Sofa und freuen uns an diesem köstlich-wärmenden Herbst-Winter-Gratin. Rezept mussten wir leicht abwandeln (der gut sortierte Edeka auf Hiddensee hat zwar fast alles, aber nur fast…). Statt Süsskartoffeln gabs Möhren und Kürbis, statt Hafersahne Kokosmilch, statt Meerrettich Senf. Was soll ich sagen: das gibts jetzt häufiger, das hat das Zeug zum Lieblings-Winter-Essen, genau das Richtige nach einem Strandspaziergang bei Wind und Wetter. Und so fix fertig!
    Ein dickes Dankeschön und herzliche Grüße von der Insel
    Barbara

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Barbara,

      das klingt perfekt: erst ein Strandspaziergang und dann dieses wärmende Gratin! Eure Version klingt auch sehr lecker. Das ist doch das schöne daran, wenn ein paar Zutaten nicht zu haben sind und man kreativ werden muss.

      Viele liebe Grüße von
      Stefanie

  3. Michaela sagt:

    Liebe Stefanie.
    Auch mich ließ der Gedanke nicht los, bei dieser ungemütlichen Jahreszeit, ein leckeres Gratin zu zaubern.
    Nach einer grossen Runde mit unserem Hund dachte ich ich schau mal was Stefanie auf Ihrer Seite an Vorschläge hat. 😉
    Da kam mir dieses Rezept vom Wurzelgemüse- Gratin genau richtig. Schnell alle Zutaten eingekauft und schwups sassen wir bei Tisch.
    Es schmeckte unheimlich lecker. Die Nährhefe gab dem ganzen einen besonderen Geschmack.
    Ich kannte sie vorher gar nicht, werde sie aber jetzt öfters anwenden.
    Gerne bald nochmal in diesem Rezept.:-)
    Vielen Dank für diese tolle Idee.
    Grüsse aus dem Bergischen
    Michaela

    :-* ich liebe Deine Rezepte !!!
    Sie sind so einfach nachzumachen, schmecken toll und geben mir ein gutes Gefühl etwas für mein Wohlbefinden zu tun.

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Michaela,

      schön, dass das Rezept genau zur rechten Zeit für Dich auf den Blog kam! Ja, die Nährhefe ist ein tolles Zeug. Ich habe sie vor allem irgendwann mal gekauft, weil sie ein sehr interessantes Nährstoffprofil hat, denn sie enthält ganz viel B-Vitamine, wirkt auf natürliche Weise antibakteriell und pflegt das Darmmilieu. Man kann sie super als Zusatz für Saucen aller Art verwenden, um diesen leckeren Käsegeschmack zu erzeugen.

      Vielen Dank auch für Deine liebe Rückmeldung zu meinen Rezepten! Darüber freue ich mich sehr!

      Einen lieben Gruß
      Stefanie

  4. Ulrike sagt:

    Mir hat dein Wurzelgemüsegratin auch sehr gut geschmeckt!Ich hatte ebenfalls eine angefangene Dose Hefeflocken im Schrank stehen und wußte nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Danke für den Tip, das werde ich jetzt öfters zubereiten! 🙂

    • Cornelia Schulz sagt:

      Hallo Ulrike, sind 3 EL Nährhefe = 3EL Hefeflocken? Ich hab‘ noch nie mit diesen Zutaten gekocht.

      • Stefanie Reeb sagt:

        Liebe Cornelia,

        ich antworte gerade schon mal ;–) Hefeflocken und Nährhefe sind das gleiche, nämlich inaktive Hefe. Habe den Begriff Hefeflocken im Rezept ergänzt.

        Liebe Grüße
        Stefanie

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Ulrike,

      wunderbar! Dann ging es Dir genauso wie mir ;–) Ich bin auch immer froh, wenn ich diese angefangenen Lebensmittelpackungen endlich verbrauchen kann. Und in diesem Gericht schmecken die Flocken einfach besonders gut.

      Liebe Grüße
      Stefanie

  5. Cornelia Schulz sagt:

    Danke, liebe Stefanie, für den Hefetipp. Mmmmh, das Wurzelgemüsegratin war sensationell. Hab‘ schon Zutatennachschub eingekauft. Ein klitzekleines bisschen abgewandelt hab‘ ich das Rezept für uns aber dennoch. Von dem in der Pfanne gegarten Gemüse hab‘ ich einen kleinen Teil samt Flüssigkeit püriert und mit in die Form in den Ofen gegeben. Damit wird’s ein bisschen cremiger. Die Hefeflocken geben dem Gratin einen wunderbaren Geschmack ohne das Gemüse zu übertünchen.
    Liebe Grüße
    Cornelia

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Cornelia,

      super Idee, einen Teil des Gemüses zu pürieren. Danke für den Tipp! Schön, dass Dir das Gratin so gut schmeckt. Ich habe jetzt, in der kühleren Jahreszeit, auch ständig Lust darauf.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

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