GETREIDEFREIE BLAUBEER-KOKOS-MUFFINS
Was Rezepte über das Leben erzählen

Ich finde es interessant, hinter die Kulissen eines kreativen Prozesses zu schauen. Wer sieht nicht gern das „Making of“ eines Films oder hört einem Maler zu, wenn er beschreibt, warum er ein bestimmtes Bild gemalt hat. Auch die Entwicklung eines Rezeptes folgt bestimmten Inspirationen, fügt sich ein in Gegebenheiten und ist genauso eigen wie die- oder derjenige, der das Rezept erfindet. In der Regel reflektiere ich nicht über die Gründe, die mich zu einem Rezept bewegt haben. Am Beispiel dieser Muffins fiel mir allerdings auf, dass meine Art zu kochen und zu backen meine jeweilige Lebensphase widerspiegelt.

 

Was sagen diese Muffins über mein Leben aus?

 

1. Sie sind glutenfrei gemacht. Das ist dem Umstand geschuldet, dass wir gerade 6 Wochen lang glutenfrei essen, um herauszufinden, ob mein Mann tatsächlich eine Glutenunverträglichkeit hat (mehr zu dem Thema siehe hier). 

 

2. Sie sind nicht nur gluten- sondern getreidefrei gemacht. Das liegt daran, dass ich mich in letzter Zeit oft mit Leuten unterhalten habe, die nach „Paleo“ essen – und das hat mich neugierig gemacht.

 

3. Sie enthalten Eier. Lange Zeit habe ich keine Eier gegessen, weil ich sie nicht vertragen habe. Meine Gesundheit ist über die Jahre hinweg aber so viel besser geworden, dass ich sie mittlerweile wieder ohne Probleme essen kann. Also nutze ich sie auch hin und wieder für Backwaren. Und am allerliebsten dann, wenn die Backwaren kein Getreide enthalten, da ich daran glaube, dass wir unser Essen besser verdauen können, wenn wir Eiweiß und Getreide nicht im selben Gericht mischen.

 

4. Das ist der Part, den man einfach nicht rational beschreiben kann: der Moment, wenn ich morgens aufstehe, in die Küche gehe und meinen Körper frage, was er gerne essen möchte. Heute Morgen wollte er kein Granola, keinen selbstgemachten Kokosjoghurt, kein Vollkornbrot, kein Obst, keinen Smoothie. Also nichts von dem, was ich gerade zur Hand hatte. Stattdessen wollte er einen Frühstücks-Muffin. Süß, aber nicht zu süß. Sättigend, aber nicht zu schwer. Ich habe auf ihn gehört und so ist das Rezept entstanden: ein getreidefreier Frühstücksmuffin, der feuchter ist als normale Muffins und auch mit einer Kuchengabel gegessen werden kann. Der zart nach Kokos und saftig nach Blaubeeren schmeckt, und nur leicht süß durch Bananen und eine kleine Menge Ahornsirup. 

 

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Für 12 Stück:

  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 100 g Kokosraspel (plus 2 EL zum Bestreuen der Muffins)
  • 1/2 TL Salz
  • 1,5 TL Weinstein-Backpulver
  • 2 reife Bananen, mit der Gabel zerdrückt
  • 300 ml Mandelmilch, ungesüßt
  • 2 Bio-Eier
  • 4 EL Ahornsirup
  • 200 g Blaubeeren, frisch oder tiefgefroren (vor der Verwendung aufgetaut)

 

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

 

Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen. Eine Muffinform mit Papierförmchen auskleiden und den Teig gleichmäßig darauf verteilen. Mit 2 EL Kokosraspel bestreuen. 25 bis 30 Minuten backen. Vor dem Servieren vollständig abkühlen lassen. 

 

TIPP: Da die Muffins etwas zarter und feuchter sind als normale Muffins mit Mehl, lasse sie am besten im Papierförmchen und brich Dir Stücke davon ab oder löffle den Kuchen mit einem kleinen Löffel. 

 

Zeitaufwand:
5 Minuten Zubereitung
30 Minuten Backzeit

 

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24. Juli 2015

13 Kommentare zu “GETREIDEFREIE BLAUBEER-KOKOS-MUFFINS

  1. Liebe Stefanie
    Habe gerade die Blaubeermuffins ausprobiert und leider zerfallen sie einfach und ich hab sie nur zerstückelt aus der muffinform bekommen (trotz Papier). Hast du mir eine Idee was ich falsch gemacht haben könnte?
    Liebe Grüße
    Katja

    • Liebe Katja, vielen Dank für Deine Rückmeldung! Habe die Muffins gerade noch mal gebacken. Dabei fiel mir auf, dass ich im Rezept vergessen hatte zu erwähnen, dass die reifen Bananen mit der Gabel zerdrückt werden müssen, bevor sie zum Rest des Teiges gemischt werden. Das habe ich jetzt im Text ergänzt. Die zerdrückten Bananen geben dem Teig Halt. Bei mir sind die Muffins nicht bröckelig, kleben allerdings etwas am Papierförmchen. Insgesamt haben sie eine etwas „zartere“ Konsistenz als normale Muffins mit Mehl. Wichtig ist, sie vollständig abkühlen zu lassen vor dem Servieren und sie im Papierförmchen zu lassen. Ich esse sie zum Beispiel gerne mit einem kleinen Löffel aus dem Förmchen heraus. Ich hoffe, das hilft! Wenn Du auf ganz Nummer sicher gehen willst, dann füge beim nächsten Mal noch ein weiteres Ei hinzu. Liebe Grüße! Stefanie

  2. Liebe Stefanie!
    Habe gestern Abend diese Muffins gebacken und heute zum Frühstück haben wir sie genossen. Mein Mann und ich verzichten derzeit auf Fleisch, Zucker, Kuhmilchprodukte, Weizenmehl, Kaffee und Alkohol. Geplant war die Fastenzeit, aber durch deine tollen Rezepte kann ich mir eine komplette Ernährungsumstellung vorstellen. Wir haben auch beide einiges zuviel auf den Rippen, deshalb haben wir es auch schon mehrmals versucht. Bis jetzt ist es an mangelnder Abwechslung gescheitert, aber dein Buch gibt mir Hoffnung.
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Liebe Sabine,
      vielen Dank für Deine Nachricht! Das freut mich wirklich sehr, dass Dir meine Rezepte gefallen und sie gerade so gut in Eure Fastenzeit passen. Meiner Meinung nach ist die allerbeste (und gesündeste) Methode, Gewicht zu verlieren oder zu halten eine Ernährungsumstellung anstatt Diät. Und mit meinen Rezepten möchte ich gerne erreichen, dass der Genuss auch nicht zu kurz kommt, denn Essen soll ja schließlich Spaß machen! Schön, dass Du das auch so siehst. Ich wünsche Dir und Deinem Mann weiterhin ganz viel Freude beim Ausprobieren neuer Rezepte und sende Euch liebe Grüße!
      Deine Stefanie

    • Liebe Steffi,

      ich denke, Apfelmus bindet hier nicht ausreichend ab. Ich habe es nicht versucht, denke aber, dass Du die Eier durch „Chia-Eier“ ersetzen kannst. Dazu einfach statt der zwei Eier 2 EL Chiasamen mit 6 EL Wasser vermischen und 5 Minuten in den Kühlschrank stellen. Dann weiter verarbeiten wie im Rezept beschrieben. Hoffe, dass das klappt!

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  3. Liebe Stefanie,
    heute Morgen habe ich die Muffins spontan gemacht und die noch warmen Teile mit zur Arbeit genommen.
    Sie waren wirklich sehr lecker und schön saftig.
    Waren, weil sie schon alle aufgefuttert sind. Alle waren beeindruckt, wie gesund man backen kann 😉
    Die Bananen habe ich zerdrückt und die Mandelmilch untergerührt. Die Eier habe ich auch schon verquirlt unter den Teig gerührt, nachdem ich sie fast vergessen hätte.
    Danke für dieses tolle Rezept.
    Liebe Grüße
    Daniela

    • Liebe Daniela,

      wie schön, dass Euch die Muffins geschmeckt haben! Ich finde ja, dass es das befriedigendste Erlebnis überhaupt ist, wenn man auf gesunde Weise backt und alle von dem leckeren Ergebnis überrascht sind. Das ist immer mein Highlight! Schön, dass Du es gestern auch so erlebt hast!

      Ich sende Dir ganz liebe Grüße!
      Stefanie

  4. Liebe Stefanie,

    habe die Muffins ausprobiert und muss sagen, ich muss mich erst an den Geschmack und die Konsistenz gewöhnen. Es ist aber wirklich mal eine etwas andere Geschmacksrichtung und schön, dass es nicht so süß ist. Zum Frühstück kann ich sie mir gut vorstellen, auch gerne mit etwas Joghurt. Jetzt bin ich gespannt, wie sie bei den Kollegen ankommen. Weißt Du zufällig, ob es einen großen Unterschied gibt zwischen gemahlenen Mandeln und Mandelmehl?

    Viele Grüße
    Nina

    • Liebe Nina,

      hast Du die Muffins mit gemahlenen Mandeln oder Mandelmehl zubereitet? Es gibt tatsächlich einen großen Unterschied zwischen den beiden, da Mandelmehl stärker verarbeitet und entfettet ist, so dass es ziemlich andere Backeigenschaften hat und auch viel mehr Flüssigkeit bindet.

      Einen ganz lieben Gruß!
      Stefanie

      • Liebe Stefanie,

        das ist aber eine schnelle Antwort, super! Ich hatte nicht mehr ganz 200g gemahlene Mandeln vorrätig, da habe ich dann mit Mandelmehl aufgefüllt bis 200g. Sie sind alt etwas kompakter geworden, wahrscheinlich hätte ich dann noch mehr Flüssigkeit nehmen sollen. Meine Kollegin war aber ganz begeistert vom Geschmack und er bröselt auch nicht und lässt sich gut aus dem Papierförmchen lösen und essen. Um einen richtigen Vergleich zu haben, müsste ich sie natürlich noch mal nur mit den Mandeln backen.

        LG
        Nina

  5. Liebe Stefanie,
    noch so eine exquisite Neuentdeckung für mich: genial. Unsere Banane war vielleicht schon ein bisschen zu reif, aber ansonsten prima! Und funktioniert super mit dem Chia-Ei.
    Herzlichen Dank und liebste Grüße, Barbara

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