Advents-Madeleines
Vegan, natürlich gesüßt und optional glutenfrei

In diesem Jahr freue ich mich viel mehr als sonst auf die Vorweihnachtszeit. Da dieses Jahr kein einfaches war, ist es jetzt einfach schön, die Sinne ein wenig zu verwöhnen – mit Düften nach Zimt, Schokolade und Vanille, dem Geschmack nach Lebkuchen und dem flackernden Tanz einer Kerze am Abend. Zum Advent gehört für mich die Wärme eines Ofens, aus dem der köstliche Geruch frisch gebackener Plätzchen strömt. Deshalb werde ich am Wochenende mein erstes Adventsgebäck zubereiten. Und das sind in diesem Jahr diese zarten Advents-Madeleines aus unserem zweiten Weihnachtsbackbuch. Ich bin ein riesengroßer Fan von Madeleines, denn die Form garantiert, dass die kleinen Kuchen wunderbar fluffig und fein daherkommen. Übrigens empfehle ich, eine Madeleines-Form aus Blech zu benutzen anstatt aus Silikon, denn in letzterer werden die Madeleines meiner Meinung nach speckig und nicht so luftig.

 

 

Mein Mann Thomas ist ein sehr guter Koch, aber das Backen überlässt er in der Regel mir. Als wir das letzte Mal diese Madeleines aßen, kündigte er allerdings an, dass er mir beim nächsten Backen über die Schulter schauen will, damit er sie in Zukunft selber machen kann. Das ist, von einem Mann kommend, der 1000mal lieber ein herzaftes Brötchen als was Süßes isst, ein echtes Qualitätssiegel. Da Thomas kein Gluten verträgt und diese Madeleines auch ohne Gluten ganz wunderbar schmecken, haben die süßen Teile bei ihm nun alle Hürden genommen. 

 

Die Madeleines markieren für mich den Anfang der Adventszeit. Sie sind der Vorgeschmack auf all die anderen Genüsse, die diese Zeit noch für uns bereit hält, selbst in diesem Jahr. Zum Beispiel einen selbstgemachten Glühwein trinken, je nach Stimmung in Weiß oder Rot. Nachts draußen stehen und in den Himmel schauen. Von einem Spaziergang ein paar Zweige und Tannenzapfen mitbringen oder Eukalyptus auf dem Wochenmarkt kaufen und das Haus mit duftendem Grün dekorieren. Die Räume mit ätherischen Ölen aromatisieren, die nach Orange oder Zirbelkiefer duften. Goldenes Porridge zum Frühstück essen. Lang und breit darüber nachdenken, was wir an Heiligabend essen sollen und es dann wieder verwerfen. In liebgewonnenen Weihnachtsrezepten stöbern. Nostalgische Songs und Jazz hören und dabei den Kamin (oder viele Kerzen) anmachen.

 

Aber eins nach dem anderen. Jetzt mache ich erst mal den Ofen an und rühre einen Madeleine-Teig zusammen. Machst Du mit?

 

Und nun meine Frage an Dich: hast Du Rituale für die Vorweihnachtszeit, die Dir gut tun und auf die Du Dich schon freust? Dann hinterlasse einen Kommentar unter diesem Beitrag. Ich freue mich drauf!

 

 

 

Advents-Madeleines

natürlich gesüßt, weizenfrei, optional glutenfrei und vegan
 
 
Zutaten für 24 Stück:
 
Für den Teig:
  • 100 g Dinkelmehl, Type 1050 (alternativ: meine glutenfreie Mehlmischung*, siehe unten)
  • 50 g gemahlene Haselnüsse
  • 40 g getrocknete Cranberries, grob gehackt
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 2 TL Zimt
  • 1/4 TL Muskat
  • 1/3 TL Salz
  • 80 g natives Kokosöl, geschmolzen (plus etwas mehr für die Form)
  • 150 g Apfelmus, ungesüßt
  • 60 ml Ahornsirup, Grad A oder C
  • 2 EL Zitronensaft
  • abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Orange
  • 1 TL Bio-Orangenöl (wird in kleinen Röhrchen in der Backabteilung im Bioladen verkauft)
 
* die glutenfreie Variante wird besonders saftig mit einem hinzugefügten Ei. Sie gelingt aber auch ohne. 
 
 
Zum Bestäuben: 
  • Birkenpuderzucker (dafür Birkenzucker/Xylit oder alternativ Erythrit im Häcksler fein mahlen)
 
 
Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
 
 
Alle Zutaten für den Teig in einer Schüssel glatt vermischen. Eine Madeleine-Backform mit Kokosöl ausreiben (außer es handelt sich um eine Silikonform, dann nur kurz mit Wasser ausspülen).
 
 
Die Madeleine-Mulden vollstängig mit Teig befüllen. Etwa 15 Minuten backen (die Backzeit kann je nach Größe der Mulden etwas variieren). Wenn die Madeleines auf der Oberfläche leicht gebräunt sind, aus dem Ofen nehmen.
 
 
Etwa 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig aus den Mulden lösen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.
 
 
Kurz vor dem Servieren etwas Birkenpuder- zucker über die Madeleines stäuben.
 
 
WELLCUISINE-TIPP: die Madeleines können auch gut tiefgefroren und nach dem Auftauen kurz im Ofen aufgebacken werden.
 
 
 
 
Glutenfreie Mehlmischung (davon 100 g abwiegen und statt des Dinkelmehls benutzen):
 
150 g Vollkornreismehl
100 g Buchweizenmehl
100 g Maismehl
150 g Kartoffelstärke
50 g Maisstärke
 
Alle Zutaten mit einem Schneebesen oder in der Küchenmaschine sorgfältig miteinander vermischen.

 

Zeitaufwand: 
ca. 35 Minuten

28. November 2020

10 Kommentare zu “Advents-Madeleines

  1. Was fûr ein wundervolles Rezept, das werde ich morgen ausprobieren. Und ja ich freue mich diesmal auch so sehr dass endlich die Weihnachtszeit begonnen hat, es ist so wunderbar! Hab dank für die tolle Inspiration!

  2. Ein sehr schönes Rezept,ich werde es ausprobieren. Meine Lieblinge sind seit ein paar Jahren Deine winderbaren Dattel Elisenlebkuchen. Am besten mit Piemonteser Haselnüssen, die sind immer das erste was ich backe und backe und backe, schwupps weg sind sie…. sie sind ja auch irgendwie gesund…
    Dann als Adventsritual wird unser Waldhaus geschmückt mit allem was der Wald hergibt und mit Herrenhuter Stern. Ausserdem kommt der Erzgebirgische Engel und Bergmann vom Boden runter. Wir wohnen in grosser Gemeinschaft, Mehrgenerationen
    Wohnen, die Jungen Leute freuen sich wenn ich alles weihnachtlich herrichte und mir macht es auch Freude. Danke für Deine Anregungen, freu mich immer über Deine Beiträge.
    Eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht Undine

    • Liebe Undine,

      wie schön, was Du über Dein Adventsritual schreibst!

      Mein Mann hat heute auch schon die Elisenlebkuchen bei mir „bestellt“. Die sind bei uns im Advent ein echter Klassiker, der in keinem Jahr fehlen darf.

      Viele liebe Grüße und Euch einen schönen 1. Advent!
      Stefanie

    • Liebe Stefanie,
      jetzt muss ich doch endlich mal wieder schreiben. Deine Rezepte und deine wunderbaren Gedanken und Anregungen sind so herrlich, dass ich sie mir nicht mehr wegdenken kann. Wenn ich ein neues Gericht oder Gebäck auftische, fragt mein Mann meistens, ob das wieder von Stefanie ist. Er ist genau so begeistert wie unsere Tochter und ich. Vielen Dank dafür. Ja, und dieses Jahr wird mir bewusst, wie toll es ist, wenn wir unsere Adventsgeschichten vorlesen. Da unsere ‚Kleine‘ jetzt ausgezogen ist und sich wieder eine Kinderadventsgeschichte gewünscht hat, lesen wir diese über WhatsApp vor und verschicken sie auch an die große und gleich an ein Patenkind. Und die große liest eine Escapegeschichte vor und wir rätseln gemeinsam. Das ist so schön, da wir somit für eine kleine Zeit verbunden sind. Gerade jetzt.
      Habt alle eine besinnliche Adventszeit.
      Ach ja, und die Cräcker sind auch super. 😉

  3. Liebe Stefanie, vielen Dank für dieses neue Rezept. Hab schon eine ganze Liste, was alles gebacken werden soll – neben den traditionellen für meinen Mann viele „Gesunde“ aus Deinen tollen Büchern. Diese Madeleines kommen natürlich auch noch dran.
    Einen wunderschönen 1. Advent und eine frohe, hoffentlich entspannte Adventszeit.
    Ganz liebe Grüße
    Sibylle

  4. Liebe Stefanie,
    ich liebe deine Weihnachtsmadeleines, die backe ich gleich morgen vormittag! Ich hab nämlich schon hin und herüberlegt, mit welchem Gebäck ich den ersten Advent einläute. Eigentlich wollte ich auch die Elisen machen, aber nun werden’s die göttlichen Madeleines. Natürlich in einer Blechbackform, die wir von unserer letzten Provencereise mitgebracht haben.
    Mein alljährliches Adventsritual ist unseren großen Herrenhuther Stern zusammenstecken, die kleinen aufhängen, ein Adventsgesteck basteln, einen Mistelzweig aufhängen und unsere Tür schmücken. Singen gehört natürlich auch dazu. Nun erstrahlt alles festlich, mir scheint, das ist dieses Jahr besonders notwendig, dass wir uns zu Hause gemütlich Einmuckeln.
    Herzlichen Dank für dein wundervolles Rezept und herzliche Grüße aus Berlin, deine Barbara

  5. Liebe Stefanie,
    mein Lieblings-Ritual ist „Schnüpperle“ lesen (24 kleine Geschichten zur Adventszeit). Meine Mutter hat es mir immer vorgelesen, leider ist sie inzwischen nicht mehr bei uns, heute wäre ihr 79. Geburtstag. Inzwischen lese ich es meinen Kindern vor (es ist immer noch das gleich Buch, in das meine Mama meinen Namen 1979 geschrieben hat), obwohl sie längst selber lesen können (15 und 12 :)). Für sie ist es aber auch schon Ritual.
    Und Kekse backen gehört natürlich auch dazu, teilweise auch mit alten Rezepten, die Mama damals auf Karteikarten geschrieben hat…
    Eine gute Zeit!
    Anja

  6. Liebe Stefanie, wieder ein wunderbares Rezept. Ich würde lügen, wenn ich jetzt schreibe, sie werden direkt gemacht. Aber sie werden geplant. Nur da ich nicht so süß bin, nehme ich mir immer vor, Weihnachtsplätzchen zu machen. Aber beim vornehmen bleibts meistens. Für dies Jahr hab ichs mir aber ganz fest vorgenommen. Nächstes Wochenende hab ich auch den Sonntag frei, nicht nur den Samstag, da schau ich dann mal.

    Liebe Grüße und schönen 2. Advent
    Heike

  7. Liebe Stefanie.
    Eben habe ich beschlossen, die Madeleines in einer Mini-Cupcakeform heute zu machen. Da sie ja nicht sehr zeitaufwendig sind. Und eine Form wird kommende Woche gekauft.
    Liebe Grüße,
    Heike

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