Hippiekekse
Mit Hafer und Erdnussbutter

Als der lang erwartete Sommer kürzlich ausbrach – um sich dann schnell wieder hinter einer Regenwolke zu verstecken – überkam mich mal wieder dieses Gefühl von Freiheit und Unbeschwertheit, das jeder Sommer mit sich bringt. Die Erwartung von Tagen am Wasser, mit der Sonne auf der Haut und dem Gefühl von Sand und Gras unter nackten Füßen. Von lauen Sommernächten und einem kleinen Schwips unterm Sternenhimmel, trägen Morgen mit einem Buch im Bett, wenn das Licht leuchtende Muster aufs dünne Laken malt und einer Melodie sorgloser Unabhängigkeit im Ohr. Wenn ich den Sommer in einem Wort zusammenfassen müsste, dann wäre es „Freiheit“. 

 

„Don’t ask her why she needs to be so free. She’ll tell you it’s the only way to be.“ 

Rolling Stones

 

 

„Someone told me there is a girl out there with love in her eyes and flowers in her hair.“

Led Zeppelin

 

 

Der Sommer ruft immer dieses „Hippiegefühl“ in mir hervor, das den Pflichten und Einschränkungen des Alltags trotzig das Kinn entgegen reckt. Zu diesem Hippiegefühl gibt es auch einen Geschmack und eine Textur. Es muss natürlich Müsli drin vorkommen (denn welcher Hippie mag kein Müsli?) und es muss eine handliche Form haben, so dass man dieses Lebensgefühl mit an Strand und See, zum Picknick auf der Wiese oder zur Autofahrt mit offenen Fenstern und dem Wind um die Nase mitnehmen kann. Ein Keks muss es also sein. Ein Müslikeks, was sonst? Mit etwas Erdnussbutter und Cranberrys und nicht viel mehr. Denn wir haben ja nicht ewig Zeit. Das Leben will gelebt, die Sterne gesehen und Abenteuer erlebt werden. Hast Du nicht auch Lust dazu? Gerade jetzt? In dieser Zeit? Dann komm, lass uns mit einem Keks anfangen. Denn ein kleiner Keks kann der Anfang von etwas Großem sein. 

 

„The answer, my friend, is blowin‘ in the wind.“

Bob Dylan

 

 

„We all shine on like the moon and the stars and the sun.“

Pink Floyd

 

 

Und nun meine Frage an Dich: hast Du zur Zeit auch Sehnsucht nach diesem Gefühl von Freiheit und Unbeschwertheit? Was tust Du dafür, um es zu spüren (außer Keksebacken)? Ich freue mich auf Deinen Kommentar unter diesem Beitrag!

 

 

 

Hippiekekse

 

Für ca. 15 Kekse:

 

  • 80 g Haferflocken, Kleinblatt (bei Bedarf glutenfrei)
  • 80 g Dinkelmehl, Type 1050 (alternativ meine glutenfreie Mehlmischung)
  • 200 g Erdnussbutter
  • 80 ml Ahornsirup, Grad A oder C
  • 30 g Cranberrys
  • 1 TL Zimt
  • 1/3 TL Salz

 

Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

 

Alle Zutaten vermischen und 5 Minuten ruhen lassen.

 

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Esslöffelgroße Portionen des Keksteigs entnehmen, zu Kugeln formen, aufs Backpapier setzen und mit den Händen so rund und flach wie möglich pressen.

 

Die Kekse ca. 10–12 Minuten backen, bis sie an den Rändern gebräunt sind. Aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen. In einem luftdicht verschlossenen Gefäß bei Raumtemperatur aufbewahren und innerhalb von 2 Wochen verbrauchen. 

 

Zeitaufwand: 
ca. 30 Minuten

 

 

9. Juli 2021

5 Kommentare zu “Hippiekekse

  1. Liebe Stefanie, die Hippiekekse sind grandios. Gibt’s gerade zum Tee während es draußen gemütlich regnet und wir in kurzen Hippie Pyjamahosen rausschauen. Ich habe übrigens ein riesengroßes Bedürfnis nach Freiheit und Unbeschwertheit. So groß, dass ich mir gerade unentwegt Hippiekleider aus cornwall bestelle und phantasiere, wie ich damit auf dem Beifahrersitz meine nackten Füße aus dem Fenster hängen lasse oder uber unsere Wiese im Garten schlürfe oder am Strand… und die Hippiekekse begleiten mich nächste Woche nach Süddeutschland zu meinem Bruder ins schöne Markgräflerland.
    Ein herzliches Dankeschön und sonnige Grüße sendet deine Barbara

  2. Liebe Stefanie,
    ich liebe dieses Gefühl, das Du beschreibst. Man kann es nicht herbeizaubern, es ist in bestimmten Situationen auf einmal da. Manchmal ist es eine bestimmte Musik, ein schöner Ausflug ein lauer Abend im Garten während die Sonne glutrot untergeht.
    Vielleicht reicht auch etwas Haschisch im Keksteig…… (spass muss sein)
    Danke für den schönen Beitrag.
    Monika

  3. Liebe Stefanie,
    vielen Dank für dieses leckere Rezept und den gut formulierten Ruf nach Sommer, Freiheit und Unbeschwertheit. Ja, ich lechze mind. 7 Monate im Jahr nach Sonne, Wärme, Lässigkeit und Trägheit. Momentan ziehen bei uns auch wieder die grauen Regenwolken durch und ich bin für jeden Sonnenstrahl, der sich durch die Wolkenschicht zu mir verirrt, dankbar. Mein Rezept: früh aufstehen, lange Spaziergänge mit den Hunden in freier Natur, meditieren und so viel raus gehen wie eben möglich. Auch wenn es gern 5 Grad wärmer sein könnte… Einen schönen Sommer wünsche ich Euch! Sibylle

  4. Deine Beschreibung von Freiheit, Unbefangenheit… beflügeln. Schon beim Lesen habe ich das Gefühl,alles ist leicht und unbeschwert um mich herum. Bei mir ist es eine Kombi aus Musik, gutem Essen, lauer Sommerluft….und natürliche Düfte. Dann noch den Liebsten/ oder liebe Menschen….himmlisch. Danke für deine Inspirationen 🥰 liebe Grüße, Dorothee

  5. Hallo Stefanie,

    Ich verfolge schon länger deinen Blog und koche gerne deine Rezepte nach. Vielen Dank deshalb erstmal für die tollen Rezepte und Inspirationen. Gestern habe ich die Kekse gemacht und sie sind gut gelungen. Allerdings habe ich Vollkorndinkel- anstatt Dinkelmehl genommen. Ich vermute, sie sind deshalb etwas trockener als vorgesehen. Weißt du, ob ich nächstes mal einfach etwas Flüssigkeit zufügen kann, damit sie etwas weniger bröselig werden? Was würde man dann nehmen? Wasser oder mehr Ahornsirup?
    Liebe Grüße, Jette

    PS: Ist das Zitat „we all shine on“ nicht aus „Instant Karma“ von John Lennon?

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