Das Wellcuisine Weihnachtsmenü
Für die ganze Familie (optional vegan und glutenfrei)

Alle Jahre wieder … kreisen meine Gedanken um festliche Suppen, Salate, Hauptgerichte und Desserts für mein Wellcuisine-Weihnachtsmenü. Dieses Jahr hat mich vor allem der Gedanke geleitet, dass es in fast jeder Familie Veganer, Vegetarier und/oder Allergiker gibt, die an Weihnachten schon seit Jahren nur die Beilagen essen dürfen oder sich gleich selbst etwas zum Weihnachtsessen mitbringen müssen, um nicht leer auszugehen. Das fühlt sich nicht so richtig gut an, denn schließlich soll Weihnachten doch das Fest der Liebe sein. Da ich generell finde, dass Gemüse die Mitte unseres Tellers einnehmen sollte und Fleisch und Fisch an den Rand gehören, habe ich auch mein diesjähriges Weihnachtsmenü so konzipiert. Es ist vegan oder vegetarisch (kommt auf die Wahl des Joghurts bei der Vorspeise an), optional glutenfrei und kann – wenn man denn möchte – durch Fisch oder Fleisch ergänzt werden (eine Empfehlung habe ich immer ans Ende der Zutatenliste geschrieben). So ist für alle was dabei und keiner geht leer aus. Und weil Weihnachten auch das Fest der Traditionen ist, kommen in meinem Weihnachtsmenü ganz viele nostalgische Speisen zusammen: Kartoffelpuffer bei der Vorspeise, (vegane) Bratensauce bei der Hauptspeise und aromatischer Schokoladenkuchen mit Lebkuchengewürz beim Desserts. 

 

 

Da vermutlich niemand Lust hat, den ganzen 24. Dezember in der Küche zu stehen, kann man bei meinem Menü einiges vorbereiten. Die Anmerkungen dazu findest Du am Anfang von jedem Rezept. 

 

 

 

 

Vorspeise

 

Rote Bete-Salat mit Kartoffelpuffern und Meerretich-Creme

 

Für 4 Personen:

 

Rote-Bete-Salat:

  • 450 g vorgekochte Rote Bete aus dem Vakuumpack
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 TL Ahornsirup
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 3/4 TL Salz
  • 1 TL Kapern, fein gehackt
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

 

Meerrettich-Creme:

  • 250 g dicker Naturjoghurt (von Schaf, Ziege oder pflanzlich)
  • 2 TL Tafelmeerrettich
  • 3/4 TL Salz

 

Kartoffelpuffer (ergibt ca. 6 Stück):

  • 500 g festkochende Kartoffeln
  • 40 g Kichererbsenmehl
  • 3/4 TL Salz
  • 3 EL Olivenöl

 

Dazu passt optional:

  • Räucherlachs

 

Das kann vorbereitet werden: der Rote Bete-Salat und die Meerrettich-Creme können am Vortag zubereitet und gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. 

 

Schritt 1: Einen großen Teller in den Backofen stellen und den Ofen auf 100 °C vorheizen. Nach ca. 10 Minuten ausschalten. Hier werden später die Kartoffelpuffer warm gehalten. 

 

Schritt 2: Die Rote Bete für den Salat klein würfeln. In einer Tasse Olivenöl, Apfelessig, Ahornsirup, Senf, Salz, gehackte Kapern und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer glatt verrühren und unter die Rote Bete mischen. 

 

Schritt 3: Für die Meerrettich-Creme alle Zutaten glatt vermischen. 

 

Schritt 4: Für die Kartoffelpuffer die Kartoffeln schälen und grob raspeln. Handgroße Portionen der geraspelten Kartoffeln entnehmen und mit den Händen fest zusammenpressen, um das Kartoffelwasser herauszudrücken. Die gepressten Kartoffelraspel in eine neue Schüssel füllen. Mit Kichererbsenmehl und Salz vermischen. 

 

Schritt 5: 1 EL Olivenöl in einer Antihaft-Pfanne erhitzen. Esslöffelgroße Portionen der geraspelten Kartoffeln entnehmen, in den Händen zu einer Kugel formen und flach pressen. Zwei bis drei davon in die Pfanne geben und gegebenenfalls erneut flach pressen. Circa 3–4 Minuten anbraten, bis die Unterseite der Puffer gebräunt ist. Dann wenden und weitere 3 Minuten anbraten. Im Ofen warm halten, bis die restlichen Puffer fertig gebraten sind. 

 

Schritt 6: Rote Bete-Salat, Meerrettichcreme und 1 Kartoffelpuffer auf jedem Teller anrichten und sofort servieren. 

 

Zeitaufwand:
ca. 40 Minuten

 

 

 

 

Hauptgericht

 

Pilz-Bourguignon mit Polenta

 

Für 4 Personen:

 

Für die Pilz-Bourguignon (mit veganer Bratensauce):

 

  • 2 EL Olivenöl plus 2 EL zum Anbraten der Champignons
  • 1 große rote Zwiebel (ca. 300 g), geschält und gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und gehacktt
  • 1 kleine Kartoffel (ca. 120 g), geschält und gewürfelt
  • 2 mittelgroße Karotten (ca. 120 g), in Scheiben geschnitten
  • 1 EL gehackter Rosmarin
  • 1 TL Salz plus mehr zum Abschmecken
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 100 ml Rotwein plus mehr zum Abschmecken (alternativ: 1 EL Balsamicoessig mit 50 ml rotem Traubensaft und 50 ml Wasser vermischt)
  • 1 Liter heißes Wasser
  • 450 g braune Champignons, geputzt und trocken getupft und in Scheiben geschnitten
  • 1 EL Soja- oder Tamarisauce
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 4 EL gehackte glatte Petersilie

 

Für die Polenta:

  • 1 Liter Wasser
  • 240 g schnellkochende Polenta
  • 5 EL Olivenöl
  • 1,5 TL Salz

 

Dazu passt optional:

  • Rinderbraten
  • Tafelspitz

 

Das kann vorbereitet werden: die vegane Bratensauce für die Pilz-Bourguignon kann am Vortag zubereitet werden. Das heißt, im Rezept kann einschließlich Schritt 2 alles vorbereitet werden. Die Sauce dann gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.

 

Schritt 1: Olivenöl in einer tiefen Pfanne oder in einem Topf erhitzen und Zwiebel und Knoblauch ca. 3 Minuten unter Rühren anbraten. Gewürfelte Kartoffeln, Karotten und Rosmarin hinzufügen und weitere 3 Minuten unter Rühren anbraten. Salz und Senf hinzufügen und mit Rotwein ablöschen. Den Rotwein eindampfen lassen, dann heißes Wasser hinzufügen und ca. 20 Minuten köcheln lassen oder bis die Flüssigkeit stark reduziert ist (es sollte jetzt noch ca. 1/3 der ehemaligen Flüssigkeitsmenge vorhanden sein). 

 

Schritt 2: Den gesamten Inhalt des Topfes im Standmixer cremig pürieren. Ist zu wenig Flüssigkeit vorhanden, gegebenenfalls noch etwas hinzufügen. Die Sauce zurück in den Topf füllen und mit 1–2 EL Rotwein, Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. 

 

Schritt 3: 2 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die in Scheiben geschnittenen Champignons unter Rühren ca. 8 Minuten anbraten, bis die Pilze von allen Seiten gut gebräunt sind. Dann 1 EL Soja- oder Tamarisauce hinzufügen und sorgfältig unter die Pilze mischen. Zum Schluss die gehackte Petersilie untermischen.

 

Schritt 4: Die Bourguignon-Sauce zu den Champignons in die Pfanne geben und bei geschlossenem Deckel und niedriger Hitze ca. 5 Minuten leise köcheln lassen. 

 

Schritt 5: In der Zwischenzeit die Polenta zubereiten. Dafür Wasser in einem Topf erhitzen. Die schnellkochende Polenta unter Rühren hinzufügen, die Hitze reduzieren, weiter rühren und ca. 3 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und Olivenöl und Salz unterrühren. Gegebenenfalls etwas mehr heißes Wassser hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

 

Schritt 6: Polenta und Pilz-Bourguignon auf 4 Tellern anrichten und sofort servieren. 

 

Zeitaufwand: 
ca. 50 Minuten

 

 

 

Dessert

 

Weihnachtskuchen

 

Für eine 17-cm-Springform (reicht für ca. 6 Portionen):

  • 100 g Dinkelmehl, Type 1050 (alternativ: meine glutenfreie Mehlmischung, siehe ganz unten)
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 20 g Kakaopulver
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Zimt
  • 1/4 TL Salz
  • abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Orange
  • 50 g natives Kokosöl, geschmolzen (plus etwas mehr zum Ausfetten der Springform)
  • 100 g ungesüßtes Apfelmus
  • 80 ml Ahornsirup, Grad A oder C
  • 3 EL brauner Rum (alternativ: frisch gepresster Orangensaft)
  • 50 g Zartbitterschokolade, gehackt

 

Für die Deko:

  • 1 unbehandelte Orange, in feine Scheiben geschnitten
  • die Kerne eines 1/2 Granatapfels
  • 3 kleine Rosmarinzweige
  • etwas gemahlener Birkenpuderzucker oder anderer Puderzucker zum Bestäuben

 

Dazu passt:

  • Vanille- oder Zimteis

 

Das kann vorbereitet werden: der Kuchen sollte am gleichen Tag zubereitet werden. Er kann allerdings bereits am Vormittag gebacken werden. 

 

Schritt 1: Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

 

Schritt 2: Alle Zutaten für den Kuchen in einer Schüssel miteinander vermischen. 

 

Schritt 3: Eine 17-cm-Springform mit Kokosöl ausfetten. Den Kuchenteig einfüllen und ca. 25-30 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig gebacken, wenn ein in den Teig gestochener Zahnstocher einigermaßen sauber herauskommt (vermutlich wird immer etwas Schokolade von der gehackten Schokolade kleben bleiben – es sollte nur nicht zu große Mengen Teig am Zahnstocher haften). 

 

Schritt 4: Den Kuchen komplett abkühlen lassen. Kurz vor dem Servieren dekorieren. Dafür die dünn geschnittenen Orangenscheiben leicht ineinander verdreht auf dem Kuchen platzieren, mit Granatapfelkernen bestreuen und mit kleinen Rosmarinzweigen garnieren. Zum Schluß leicht mit Birkenpuderzucker (Birkenzucker/Xylit im Häcksler zu Puderzucker gemahlen) bestäuben und (optional) mit Vanille- oder Zimteis servieren. 

 

Zeitaufwand:
ca. 45 Minuten

 

 

Glutenfreie Mehlmischung (davon 100 g abwiegen und statt des Dinkelmehls benutzen):
 
150 g Vollkornreismehl
100 g Buchweizenmehl
100 g Maismehl
150 g Kartoffelstärke
50 g Maisstärke
 
 
Alle Zutaten mit einem Schneebesen oder in der Küchenmaschine sorgfältig miteinander vermischen.
 
 

13. Dezember 2019

10 Kommentare zu “Das Wellcuisine Weihnachtsmenü

  1. Liebe Stefanie, das ist so ein schönes Weihnachtsmenue, gefällt mir so richtig gut, dass wir die Vorspeise und die Hauptspeise schon zum 3. Advent testen… Zum Glück war ich gerade im Bioladen, als dein Rezept reinkam. Nur Grantapfel hab ich vergessen, aarrggghh. Aber ich gehe morgen eh nochmal los. Dein Leitgedanke ist wirklich sehr weihnachtlich: für alle was, keine*r soll leer ausgehen. Wunderbar! Ich werde den link weiterempfehlen, denn immer wieder ist gerade genau das Thema: was kochen wir dieses Jahr bloß, das ist alles so kompliziert geworden… Und du machst so etwas Wundervolles daraus. Herzlichen Dank und liebste Grüße, deine Barbara

  2. …die Hauptspeise schmeckt phantastisch. Wir haben die Soße nicht ganz so sämig hinbekommen, waren beim Einkochen wohl zu ungeduldig. Dem super Geschmack tuts keinen Abbruch. Da wir für zwei die ganze Portion gemacht haben, ist noch genügend Soße für Spätzle mit Soße (mein Lieblingskindheitsessen) da. Diese Woche habe ich vegane Spätzle gemacht, das muss manchmal sein. Die Linsen dazu sind allerdings schon verputzt.
    Herzlich, deine Barbara

    • Liebe Barbara,

      wie schön, dass Euch die Hauptspeise geschmeckt hat! Bei mir ist die Sauce eingeköchelt wie nix und war sehr sämig. Aber es kommt natürlich sehr auf die Zeit und die Hitze an, wie schnell das geht (ich habe die Sauce ganz schön blubbern lassen, also eher hohe Temperatur). Spätzle finde ich auch toll! Habe ich aber ehrlich gesagt noch nie selbst gemacht.

      Einen lieben Gruß!
      Stefanie

      • …ah, hohe Temperatur, alles klar. Beim nächsten Mal, weil diese Soße gibts garantiert öfters! Gerade haben wir die Vorspeise genossen zu zweit! Als Hauptspeise! Die ist sooooo lecker, diese Meerrettichcreme – mit Kokosjoghurt- ist derartig köstlich, frisch, cremig und schmeckt dezent scharf, perfekt zum raffinierten Rote-Beete Salat. Und die Kartoffelpuffer: der Knaller. Ganz ehrlich: meine ersten in meinem ganzen Leben, und ich bin hin und weg….
        Ein dickes Dankeschön, deine Barbara

        • Liebe Barbara,

          wie schön, dass Du jetzt auch ein Fan von Kartoffelpuffern bist! Ich habe sie schon immer geliebt, es war mir allerdings bis zu meinen ersten Tests neulich nicht klar, wie einfach man sie selber machen kann und wie gut sie mit dem Kichererbsenmehl gelingen. Wir haben sie seitdem auch schon mehrere Male als Hauptspeise zusammen mit dem Rote Bete Salat gegessen.

          Einen lieben Gruß!
          Stefanie

  3. Liebe Stefanie,
    ich möchte vorab schonmal den Weihnachtskuchen ausprobieren, aber ich tue mich schwer mit Kuchen ohne Ei, diese werden bei mir immer ziemlich kompakt und gehen schlecht auf. Und Apfelmus habe ich selten im Haus. Frage: Muss das Apfelmus wegen der Feuchtigkeit in den Teig und kann ich es weglassen und ein bis zwei Eier zufügen?
    Ansonsten koche ich ganz oft nach deinen Rezepten!
    Lieben Dank und Gruß
    Edith

    • Liebe Edith,

      das Apfelmus ist für den Halt, aber auch für die Saftigkeit des Kuchen da. Deshalb ist es immer schwer zu sagen, ob der Kuchen eventuell zu trocken wird, wenn statt Apfelmus Eier verwendet werden. Wenn Du es ausprobieren solltest, dann würde ich 1 Ei verwenden und noch einen kleinen Schluck Mandelmilch dazu geben.

      Der Kuchen funktioniert aber tatsächlich sehr gut mit dem Apfelmus und ist nicht zu kompakt. Ich mag seine Konsistenz unheimlich gerne. Nur für den Fall, dass Du es doch ohne Eier versuchen möchtest 😉

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  4. Hallo Stefanie, müsste die Sauce nicht eher bei geöffnetem Deckel einkochen, denn nur so kann die Flüssigkeit/ der Dampf entweichen und sich die Flüssigkeitsmenge verringern? Jedenfalls ist bei mir nach 20 Minuten noch genau so viel da, wie zuvor. Ich lass den Deckel jetzt mal weg und gebe der Sauce weitere 20 Minuten. Ich wünsche dir weiterhin eine schöne Weihnacht!
    Liebe Grüße, Claudia

    • Liebe Claudia,

      vielen Dank für Deine Rückmeldung. Bei mir ist die Sauce selbst bei geschlossenem Deckel unheimlich schnell verkocht. Aber ich habe es im Rezept jetzt verändert und bei geöffnetem Deckel angegeben. Ich hoffe, es hat mit der zusätzlichen Zeit dann alles gut geklappt bei Dir!

      Herzliche Grüße und ein glückliches 2020 für Dich!
      Stefanie

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