Rumkugeln
Gesund genießen in der Weihnachtszeit

In einer Woche ist der 1. Advent. Es ist also nicht zu früh, sich ein paar Gedanken darüber zu machen, wie wir gesund und genussvoll durch die Weihnachtszeit kommen. Wie Du Dir vielleicht denken kannst, bin ich kein Freund davon, im Dezember wahllos alles in sich hineinzuschaufeln, um dann im Januar nur noch grüne Säfte zu trinken. Für mich lautet das Stichwort: Balance. Damit geht es uns einfach besser, der Körper kann seine Arbeit tun, unsere Nerven sind belastbarer (seeehr wichtig, ganz besonders in der Weihnachtszeit) und wir haben mehr Energie. Aber wie erhalten wir unsere natürliche Balance? Mit selbermachen und gegensteuern

 

Selbermachen

Die Weihnachtszeit hat eine klare Geschmacksrichtung, und die ist süß. Wenn wir nicht aufpassen, essen wir pro Tag etliche Löffel Industriezucker ohne es überhaupt zu merken: die Plätzchen und die Weihnachtsschokolade, die jemand zur Arbeit mitgebracht hat, der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt, der Adventstee bei der besten Freundin … Alles für sich genommen gar nicht schlimm, aber 4 Wochen am Stück ganz schön belastend für unseren Körper. Also: selbermachen! Schließlich ist es wirklich einfach, gesündere Süßigkeiten zuzubereiten, die den Blutzuckerspiegel weniger stark in die Höhe treiben und aus besseren, vollwertigen Zutaten bestehen. Die kannst Du dann zuhause auf dem Sofa naschen, aber auch zur Arbeit und zu Veranstaltungen mitbringen und so Deinen Industriezuckerkonsum ganz natürlich und mit viel Genuss nach unten korrigieren. 

 

Meine Rumkugeln aus unserem Buch „Süß&Gesund Weihnachten“ eignen sich für diese Zwecke perfekt. Sie werden aus Datteln und ohne zusätzlichen Zucker gemacht, sie sind einfach zubereitet, im Kühlschrank lange haltbar und enthalten durch den rohen Kakao sogar ein Superfood, das zellschützend wirkt. Für mich sind sie übrigens das ganze Jahr über ein heißgeliebter Snack. Ich bereite sie manchmal mit Brandy statt mit Rum zu, oder auch ganz alkoholfrei mit Orangensaft. Bei unserem letzten Retreat waren sie der Hit und wurden als nächtliches Dessert nach dem Tellerabwasch im Stehen mit einem letzten Schluck Rotwein in der Küche bei guter Musik vernascht ;–). 

 

Gegensteuern

Gerade in der Weihnachtszeit ist es gut, dem höheren Zucker- und Alkoholkonsum etwas entgegen zu setzen, damit der Körper wieder in seine natürliche Balance kommt. Das geht am einfachsten mit Bitterstoffen und viel Gemüse. Heißt: an den Abenden, an denen Du zuhause bist, schiebst Du dir einfach ein Blech Gemüse in den Ofen. Dazu gibt es eine rohe grüne Sauce aus frischen Kräutern. Denn Kräuter und grünes Blattgemüse enthalten Bitterstoffe, die Leber und Galle bei ihrer Arbeit unterstützen. Eine superschnelle grüne Sauce bereite ich aus 1/2 Avocado, 1 Bund Kräuter nach Wahl (zum Beispiel Koriander, Petersilie, Estragon oder eine bunte Mischung), etwas Wasser, einer kleinen Menge Apfelessig, einem Schuss Olivenöl und einem hochwertigen Salz zu. Das alles püriere ich cremig, und fertig ist eine leckere Sauce, die Dein Körper lieben wird. Du kannst sie übrigens auch in einem Schraubglas mit zur Arbeit nehmen und Mittags über einen Blattsalat mit etwas Feta gießen. Hier und hier findest Du weitere Rezepte für grüne Saucen. Und hier gibt es meine liebste basische Detoxsuppe, mein „grüner Smoothie der Winterzeit“. Auch diese eignet sich gut zum Mitnehmen zur Arbeit. Einfach roh wie einen Smoothie mixen, in ein Schraubglas füllen und mittags nur noch aufwärmen.

 

So kannst Du mit einem guten Bauchgefühl und vor allem mit gutem Gewissen die Weihnachtszeit genießen!

 

RUMKUGELN

Zutaten für ca. 32 Stück:

  • 200 g Medjool-Datteln (Bekommst du im türkischen Lebensmittelgeschäft oder im gut sortierten Bioladen)
  • 75 g gemahlene Mandeln
  • 40 g rohes, ungesüßtes Kakaopulver plus 1 EL zum Bestäuben
  • 1/4 TL Salz
  • 3 EL brauner Rum (alternativ: Orangensaft)
  • 30 g natives Kokosöl, geschmolzen

 

Die Medjool-Datteln entkernen und grob hacken. Zusammen mit den anderen Zutaten in der Küchenmaschine cremig pürieren. Zwischendurch die Masse mit einem Löffel von den Wänden der Küchenmaschine schaben, bis alles zu einer feinen Creme verarbeitet ist.

 

Teelöffelgroße Portionen der Trüffelmasse entnehmen und zu Kugeln formen, in ein flaches Gefäß geben (nicht übereinanderschichten, da die Masse jetzt noch weich ist
und nicht eingedrückt werden soll) und mindestens 4 Stunden kühl stellen.

 

Den restlichen Esslöffel Kakaopulver zum Bestäuben auf einen Teller geben und die Kugeln darin wälzen. Die Rumkugeln in einem luftdicht verschlossenen Gefäß im Kühlschrank aufbewahren. Sie halten sich mindestens 4 Wochen.

 

Zeitaufwand:
ca. 30 Minuten (plus 4 Stunden Kühlzeit)

 

. . . .

 

In unserem Buch „Süß&Gesund Weihnachten“ findest Du weitere 34 Lieblingsrezepte für die Weihnachtszeit – ganz ohne weißen Zucker, Weizenmehl, Kuhmilch und Eier.

Für mehr Infos zum Buch klicke hier.

 

Pin on PinterestShare on FacebookTweet about this on TwitterEmail this to someone
24. November 2017
Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann melde Dich für meinen Newsletter an. So bekommst Du wöchentlich Updates zu Themen rund um Wellness und Genuss.
14 Kommentare zu “Rumkugeln
  1. Annegret Schwarz sagt:

    Liebe Stefanie, ich habe das Buch seit längerer Zeit und backe die Plätzchen in allen Varianten. Deine November-Cookies haben mich allerdings süchtig gemacht. Dieser vielfälltige Geschmack eines Cookies spricht alle Sinne an und macht soooo glücklich. Ich habe bisher immer mit Dinkelmehl gebacken und letztens die Lavendelblätterkekse mit der glutenfreien Mehlmischung ausprobiert. Sie sind mir zu hart geworden. Da der Teig zu trocken war, habe ich Wasser dazu gegeben. Vielleicht tut es ein Löffel Apfelmus ja auch? Hast Du dazu einen Tipp? Die Kuchen sind auch super.
    Vor 3 Tagen war ich eingeladen und brachte die Zitronen- Linsensuppe mit und die Feigen- Rosmarin- Cracker. Ein einmaliger Genuß!!! Du machst alles mit so viel Liebe und schreibst aus dem Herzen. Ich Danke Dir sehr und freue mich noch auf viele Anregungen und Rezepte. Ich wünsche Euch eine schöne besinnliche Zeit. Herzliche Grüße
    Annegret

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Annegret,

      wie schön, dass Dir die November-Cookies so gut geschmeckt haben! Ich habe auch gerade gestern den letzten zu meinem Kaffee gegessen und war ein bisschen traurig, dass sie dann alle waren ;–)

      Ja, einen Esslöffel Apfelmus zum glutenfreien Teig zu geben, kann auf jeden Fall helfen! Und eventuell die Kekse ein bisschen kürzer backen.

      Hab ganz vielen Dank für Deine liebe Rückmeldung zu meinen Rezepten und Beiträgen! Darüber freue ich mich sehr!

      Einen lieben Gruß und hab ein schönes Wochenende!
      Deine Stefanie

  2. Hannah sagt:

    Nun… Zucker ist Zucker und es ist vollkommen egal aus welcher Quelle.

    Es macht überhaupt keinen Unterschied ob er von Datteln kommt oder aus der Tüte, ob es Honig ist oder Obst. Es ist keinesfalls gesünder z.B. Obst anstatt einen Löffel Zucker aus der Tüte zu essen. Obst schmeckt nur besser.

    Das Rezept – das ohne jeden Zweifel lecker ist – als gesünder als normale Plätzchen oder Schokolade zu bezeichnen ist einfach eine Augenwischerei.

    Ich liebe Ihr Kochbuch. Aber Ihre Backrezepte sind genau so „gesund“ wie andere auch, nämlich gar nicht. Man braucht keinen weißen raffinierten Zucker um zuviel Zucker zu essen.

    Es sind auch hoffentlich frische und keine getrockneten Datteln, das geht nämlich nicht aus dem Rezept hervor und beim Türken gibt es wie woanders auch getrocknete Datteln und Feigen. Eine getrocknete Dattel z.B. besteht zu 2/3 aus Zucker, ist also eine regelrechte Zuckerbombe. Aber auch frisch haben sie mehr Zucker als einem lieb ist und das macht meiner Meinung nach die wirklich gesunden Inhaltsstoffe zunichte.

    Beim Backen empfiehlt es sich einfach nur die Hälfte des angegebenen Zuckers zu verwenden. Das ist ehrlicher als sich selbst zu belügen indem „Ersatzstoffe“ als gesund angepriesen werden.

    Übrigens werden auch Kohlehydrate u.a. in Zucker verstoffwechselt.

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Hannah,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Es freut mich sehr, dass Ihnen mein Kochbuch gefällt.

      Ich weiß, das Thema Zucker ist ein „heißes Eisen“. Tatsächlich ist die Aussage „Zucker ist gleich Zucker“ in den Medien und gesellschaftlich weit verbreitet. Sie stimmt aber genauso wenig wie die Aussage, dass Fett gleich Fett oder Eiweiß gleich Eiweiß ist. Weißer Zucker zum Beispiel ist ein stark verarbeitetes Produkt, das genau 0% Vitamine und Mineralstoffe enthält. In der Natur kommt Zucker allerdings nie in isolierter Form ohne Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe vor. Denn erst das Zusammenspiel dieser Substanzen ermöglicht eine natürliche und gesunde Verstoffwechslung des Zuckers im Körper.

      Deshalb ist der natürlich vorkommende Zucker in einer Frucht (und ja, auch in einer getrockneten Frucht) immer dem isolierten und verarbeiteten Haushaltszucker vorzuziehen. Das selbe gilt auch für Honig, Ahornsirup, Reissirup oder Kokosblütenzucker aus nachhaltiger Produktion. All diese Süßungsmittel lassen den Blutzuckerspiegel aufgrund der enthaltenen Vitalstoffe in der Regel nur halb so stark ansteigen als normaler Haushaltszucker. Es ist kein Zufall, dass Diabetes heute eine wahre Volkskrankheit ist und in früheren Zeiten, als ausschließlich Zucker aus süßen Früchten, aus Vollkornprodukten oder in Milchprodukten (Milchzucker) konsumiert wurde, gar nicht bekannt war.

      Ich gebe Ihnen recht, das alles ist dennoch kein Freifahrtschein dafür, hemmungslos „gesündere“ Süßigkeiten zu essen. Denn eine Süßigkeit sollte immer etwas besonderes sein und kein Grundnahrungsmittel.

      Herzliche Grüße
      Stefanie

  3. Hannah sagt:

    Sie irren gewaltig! Jede Form von Zucker ist schädlich. Vollkommen egal in welcher Form und woher. Es ist richtig daß unterschiedliche Formen unterschiedlich lange im Körper verarbeitet werden. Am Ende bleibt es jedoch schädlicher Zucker. Auch wenn Ihnen das nicht gefällt. Es gibt KEINEN gesunden Zucker. Nur weil unverarbeiteter Zucker wie z.B. in ganzen Früchten, Honig oder was auch immer, auch andere Nährstoffe enthält ist er nicht plötzlich gesünder als raffinierter Zucker.
    Ihr Hinweis auf Diabetes hinkt, es hat verschiedene Ursachen. So gibt es z.B. Menschen die sehr gesund essen, also auch wenig Zucker in jeder Form, und trotzdem Diabetes Typ II bekommen. Es gibt ebenfalls Menschen die sich fast von Zucker ernähren, stark übergewichtig sind und keinen Diabetes Typ II entwickeln.
    Ebenso kann die Bauchspeicheldrüse durch z.B. Krankheiten geschädigt werden.
    Da Sie schon Diabetes anführen, das meiste Obst sollten/dürfen Diabeter auch gar nicht essen. Obwohl es ja Ihrer Ansicht nach so gesund ist.
    Diabetes Typ I hat außerdem so gar nichts mit Zucker zu tun. Außer daß man ihn dann auch nicht essen darf.
    Es ist auch ein Irrtum zu glauben daß es zu Zeiten als es noch keinen raffinierten Zucker gab Diabetes unbekannt war. Das gab es sehr wohl.
    Wir könnten noch endlos darüber debattieren, nur macht das mit jemandem der an „gesunden“ Zucker glaubt so gar keinen Sinn. Sie haben Ihre vorgefestigte Meinung und lassen sich davon nicht abbringen und ignorieren Tatsachen.

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Hannah,

      wie in allen Bereichen des Lebens gibt es bei der Ernährung viele Ansichten, viele Fakten und nicht nur eine Wahrheit. Es ist auch nicht wichtig, dass wir alle das selbe denken und glauben. Wichtig ist nur, dass jeder für sich in Harmonie mit sich sich selbst lebt und auch isst.

      Herzliche Grüße und alles Gute
      Stefanie

      • Annegret Schwarz sagt:

        Liebe Hannah, liebe Stefanie, Zucker hin und Zucker her. Es ist leider nicht mehr möglich sich auf unser wunderschönen Erde schadstofffrei zu ernähren. Soweit haben wir es bereits gebracht. Bio -Produkte sind dann doch eher eine Alternative und unverarbeitete Lebensmittel. Essen hält Leib und Seele zusammen und ein zu viel von etwas ist ein Mangel von etwas anderem. Also kommt es auf die Dosis an.“ Gott schuff die Nahrung, der Teufel das Gewürz.“ Wir sollten lernen auf unser inneres zu hören und die Balance halten. Es liegt an jedem selbst wie achtsam und liebevoll er mit sich umgeht. Seit einem Jahr habe ich viele Rezepte von Stefanie in mein Leben integriert und festgestellt das ich viel zufriedener und wohlig gesättigt bin. Es ist eine Zeremonie mit Genuss zu Essen. Oft inhalieren wir das Essen nur , ohne genau zu wissen was wir essen. Es ist wichtig aufzuklären wie der Stoffwechsel funktioniert und das bringt Bewusstheit. Sich darüber zu streiten bringt nix. Schauen wir lieber gemeinsam wie diese Welt schöner, friedvoller und liebenswerter wir. Wenn jeder bei sich selbst anfängt bekommen wir das hin.:) Ich wünsche Euch eine lichtvolle, friedliche und genüsslich duftende Weihnachtszeit. Herzlichst Annegret

        • Stefanie Reeb sagt:

          Liebe Annegret,

          das hast Du schön gesagt. Ja, letzten Endes ist Essen einfach Energie … und im besten Falle gute Energie.

          In diesem Sinne wünsche ich auch Dir einen schönen und genussvollen Beginn der Adventszeit.
          Liebe Grüße
          Stefanie

  4. Hallo Liebe Stefanie, herrlich Deine Rumkugeln……eine tolle Idee, dort einen Schuss Alkohol reinzugeben, ich mache sie ähnlich, allerdings ohne……doch das wird sich ab jetzt nach Deiner Ispiration ändern…-lach-

    Ich finde das diese süße Verführung in die Kategorie „Seelennahrung“ gehört…????….denn die ist gerade zu dieser Zeit, unglaublich wichtig!!!!!

    Ich wünsche Dir eine gemütliche Adventszeit….mit vielen perfekten Kulinarischen Momenten…..
    Alles Liebe…..Charlotte

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Charlotte,

      ja, mit diesem kleinen Schluck Alkohol schmecken die Kugeln einfach noch mal einen Tick besser ;–). Und stimmt, Seelennahrung trifft es gut.

      Vielen Dank für Deine guten Wünsche! Ich wünsche auch Dir eine ganz gute Adventszeit!

      Liebe Grüße
      Stefanie

      • Barbara sagt:

        Liebe Stefanie,
        hättest du die Rumkugeln nicht gepostet, aus dem Weihnachts-Backbuch hätte ich sie nicht nachgemacht. Und dabei sind sie köstlich! Ich habe sie kleiner gemacht und nun oft als kleine Energie-Bällchen dabei: mit Orangensaft und die Hälfte mit Carob (statt Kakao) zubereitet. Ganz herzlichen Dank und ganz liebe Grüße aus Berlin
        Barbara

        • Stefanie Reeb sagt:

          Liebe Barbara,

          ehrlich gesagt ging es mir mit diesen Rumkugeln auch so, dass sie mir ein bisschen in Vergessenheit geraten sind, bis ich sie für unser Retreat zubereitet habe. Seitdem ist die Liebe wieder erwacht und ich bereite sie ganz häufig zu.

          Liebe Grüße nach Berlin!
          Deine Stefanie

  5. Aneka sagt:

    Hallöchen,
    auch wir haben uns zum ersten Mal an die „alkoholfreie“ Variante gewagt. Das Ergebnis ist spitze!
    Meine Tochter hatte beim Formen eine tolle Idee: sie hat ihre Hände mit ein wenig Kokosöl eingerieben, so hat die Masse überhaupt nicht geklebt und man konnte richtig tolle Kugeln „rum“-Kugeln 😉
    Lg Aneka

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Aneka,

      danke für den tollen Tipp! Das mit dem Kokosöl an den Händen werde ich auch mal probieren.

      Einen lieben Gruß und Euch weiterhin eine schöne und genussvolle Adventszeit
      Stefanie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*