Müsliriegel
Gesundheit und Genuss in Kompaktform

Heute Nachmittag startet unser zweites Koch- und Yogaretreat auf Mallorca und ich sitze zwischen massenweise Kisten mit Lebensmitteln, ein Kuchen backt im Ofen, die To Do Listen liegen neben mir auf dem Tisch (und sind größtenteils abgehakt), und der Hund steht mit dem Ball im Maul neben mir und will noch eine Runde spielen. Wie es immer so ist gibt es bis zur letzten Minute viel zu tun, aber natürlich wollte ich Dich diese Woche trotzdem nicht ohne Rezept stehen lassen. Manchmal plane ich meine Rezepte lange im voraus und manchmal folge ich einer spontanen Eingebung und überrasche dann Thomas, der am Sonntag Nachmittag gerade auf dem Sofa liegt und liest damit, jetzt sofort und – zwar schnell! – ein Foto von einem Gericht machen zu müssen. Dieses Rezept ist ein Mischling: ich habe es schon seit Jahren im Kopf, die Umsetzung war dann aber schnell und spontan, und Thomas musste sich beeilen, gestern Abend noch schnell die letzten Sonnenstrahlen für seine Bilder zu nutzen. 

 

Thomas Lilly und ich bei der Arbeit ;–)

 

Ich liebe die Idee von Müsliriegeln. Zumindest in der Theorie. Denn in der Praxis habe ich schon jahrelang keinen Müsliriegel mehr gekauft, weil mir da einfach viel zu viel Zucker drin ist und ich sie zu klebrig finde. Ich sehe Müsliriegel im Laden schon gar nicht mehr bewusst, weil ich sie sowieso nie kaufen würde (kennst Du dieses Phänomen?). Jedenfalls finde ich Müsliriegel eigentlich toll. Denn (wieder in der Theorie) vereinen sie Gesundheit und Genuss aufs beste miteinander, denn sie bestehen aus supergesunden Zutaten und sind ein kleiner Genuss für den Nachmittagstee, für die Wanderung, für einen kleinen Energiekick nach dem Sport, oder für Kinder in der Schulpause. Natürlich brauchen Müsliriegel Süße, aber weitaus weniger als in den käuflichen Varianten üblich. Ich benutze in dieser Version Ahornsirup als natürlichen Zucker, der sich weitaus weniger stark auf den Blutzuckerspiegel auswirkt als weißer Zucker oder auch Rohrohrzucker. Du kannst aber auch Honig oder Reissirup verwenden. Eine der besten Eigenschaften dieser Müsliriegel ist ihr Riesenanteil an natürlichen Ballaststoffen – enthalten in den Chia- und Leinsamen, in den Haselnüssen, im Sesam und in den Haferflocken. Ballaststoffe pflegen und nähren unsere guten Darmbakterien und halten den Blutzuckerspiegel in der Balance. Sie geben also langanhaltende Energie ohne die typischen Blutzuckerhochs und -tiefs die bei stärker verarbeiteten Getreideprodukten üblich sind. Dadurch passen sie als kleiner Snack oder „Treat“ in eine entzündungshemmende Ernährungsweise. 

 

 

Müsliriegel

Ergibt ca. 12 Stück:

  • 40 g Chiasamen
  • 20 g geschrotete Leinsamen
  • 100 ml Wasser
  • 100 ml Ahornsirup, Grad A (oder C)
  • 70 g natives Kokosöl, geschmolzen
  • 60 g Haselnüsse (am besten vor der Verwendung unter Rühren in der Pfanne anrösten, bis sie zu duften beginnen)
  • 150 g Haferflocken, Kleinblatt
  • 25 g Sesam
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL Ingwerpulver
  • 1/3 TL Salz
  • 50 g getrocknete Cranberries
  • 50 g getrocknete Aprikosen 

 

Die Chia- und Leinsamen in einer Schüssel mit den 100 ml Wasser übergießen und 5 Minuten quellen lassen. Ahornsirup und geschmolzenes Kokosöl hinzufügen und vermischen. 

 

Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

 

Die (gerösteten) Haselnüsse hacken und in einer Schüssel mit Haferflocken, Sesam, Zimt, Ingwer und Salz vermengen. Cranberries und Aprikosen hacken und darunter mischen. Mit den flüssigen Zutaten glatt vermischen und 10 Minuten ruhen lassen. 

 

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig ca. 1 cm hoch darauf verteilen und mit den Händen fest drücken und zum Rechteck formen. Ca. 25– 35 Minuten backen. Je nach Ofen kann die Backzeit variieren. Zwischendurch kontrollieren, dass der Teig nicht anbrennt. Den Müsliteig aus dem Ofen nehmen, wenn die Kanten gebräunt und knusprig sind. Der Rest des Teiges ist jetzt noch flexibel, härtet aber später noch nach. Den Teig vollkommen abkühlen lassen. Dann mit einem scharfen Messer in Rechtecke schneiden (Größe nach Belieben). Die fertig gebackenen Riegel halten sich in einem luftdicht verschlossenen Gefäß mindestens 2 Wochen. 

 

Zeitaufwand:
ca. 1 Stunde

 

 

28. September 2017
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26 Kommentare zu “Müsliriegel
  1. Bernardine Werner sagt:

    Freue mich schon auch dieses Rezept auszuprobieren. Ich bin von Deinen Rezepten
    immer begeistert. Danke für den Newsletter.
    Liebe Grüße

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Bernardine,

      vielen Dank! Ja, das Rezept musst Du mal probieren, ich hoffe, es schmeckt Dir genauso gut wie mir!

      Einen lieben Gruß
      Stefanie

  2. Daniela sagt:

    Liebe Stefanie,
    wollte nur mal schnell nach der Blumenkohlcreme schauen, weil ich darauf total Lust habe. Und was sehen meine müden Augen da:
    Du hast schon ein neues Rezept eingestellt! Das muss ich jetzt ganz spontan machen, denn für ein Seminarwochenende sind Müsliriegel ideal. Die Zutaten habe ich sogar alle da – selbst Ingwerpulver.
    Danke schon mal – ich bin mir sicher, dass sie ganz phantastisch schmecken.
    Herzliche Grüße und viel Spaß auf Mallorca
    Daniela

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Daniela,

      wie toll, dass Du gerade alle Zutaten vorrätig hattest! Dann hoffe ich, dass Dir die Riegel gut schmecken!

      Einen lieben Gruß
      Stefanie

  3. S. sagt:

    Liebe Stefanie, das würde ich gern nachbacken, das Rezept klingt köstlich. Gegen was könnte ich die Haselnüsse (wegen Allergie) austauschen? Mandeln vielleicht?
    Herzliche Grüße

  4. Aneka sagt:

    Liebe Stefanie,
    schon soooo lange suche ich eine Alternative für das ewige Brot in den Vesperdosen…..
    Hier ist sie 😉
    Die ungebackene Masse schmeckt ja schon genial, nun backen die Riegel im Ofen!
    Bin mal gespannt was meine Teenager sagen….
    Herzlichen Dank

    Aneka

  5. Marion sagt:

    Liebe Stefanie,
    mein heutiger Vormittag stand unter dem Zeichen von wellcuisine! Gleich 3 Rezepte habe ich ausprobiert, der musliriegel war eines davon.
    Meine beiden Mäuschen (2 u 4 Jahre alt) waren den ganzen Vormittag total aus dem Häuschen, konnten die Finger nicht lassen vom Teig naschen und warmen Kuchen stibitzen, riefen „ist es schon fertig?“, „es riecht sooo gut“, „ist schon kalt?“, „darf ich endlich probieren?“.
    Der Müsliriegel ist schon angeknabbert, meine Kinder haben schon genascht, er ist toll geworden, nicht so süss und klebrig wie der gekaufte, er könnte allerdings etwas fester sein. Verwendet habe ich Mandeln und cashews und statt Sedan (weil ich Sesam süss nicht leiden kann) ein bisschen gepappter Amaranth.
    Zusätzlich gab’s noch den Heidelbeeren- Kuchen mit Haferflocken (da hatte ich wohl einen „freud’schen Verleser“ – es ist nämlich ein Ei im Teig gelandet, das plötzlich im Rezept nicht mehr drin stand …
    Und dann: die wunderbaren Curry-Cashews – die haben mein Thai-Curry am Mittag noch aufgepeppt! Was soll ich sagen? So viele wunderbare Rezepte, die gut tun, satt, zufrieden und glücklich machen… Danke!

    Herzlichst, deine Marion

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Marion,

      wie schön, dass Du gleich mehrere meiner Rezepte ausprobiert hast! Wenn Du die Müsliriegel etwas fester haben möchtest, dann könntest Du sie beim nächsten Mal nach der Backzeit aus dem Ofen nehmen, in Stücke schneiden oder brechen, wenden, und noch ein paar Minuten länger auf der anderen Seite backen. Dann werden sie krosser.

      Einen lieben Gruß!
      Stefanie

  6. Ulrike sagt:

    Liebe Stefanie,
    die Müsliriegel sind superlecker, leider hat die gebackene Masse nicht zusammengehalten als ich die Riegel schneiden wollte, irgendwas hab ich wohl falsch gemacht. Jetzt benutze ich die Brösel als Granola, was auch gut ist, nur halt nicht zum mitnehmen.
    Aber wie gesagt..die Kombi ist sehr lecker!
    Liebe Grüße
    Ulrike

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Ulrike,

      wie schade, dass die Masse nicht zusammengehalten hat. Ich habe folgende Möglichkeiten im Kopf, was schief gegangen sein könnte: 1. der Teig hatte vor dem Backen nicht genug Zeit zum Quellen. 2. Vielleicht benötigt Dein Ofen eine längere Backzeit (die Backzeiten variieren leider oft extrem stark von Ofen zu Ofen).

      Sende Dir liebe Grüße!
      Stefanie

  7. Margret Grimm sagt:

    Hallo Stefanie,

    deine Rezepte sind total lecker.
    Leider vertragen wir nicht alles, was du als Zutaten verwendest
    (Kokosöl, Cashewkerne, Zimt …)
    Ich denke, es ist blutgruppenbedingt.
    Welche Blutgruppe hast Du? Vielleicht würde es das erklären?
    Ich tausche momentan einfach Zutaten aus.

    Liebe Grüße
    Margret

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Margret,

      ja, austauschen geht in der Regel immer gut (vor allem bei Nüssen und Gewürzen). Da musst Du einfach auf Deinen Körper achten und schauen, was Du gut verträgst und bei Bedarf Alternativen finden.

      Einen lieben Gruß!
      Stefanie

  8. Barbara sagt:

    Liebe Stefanie,
    ich weiss das sehr zu schätzen, so unmittelbar vor eurem wunderbaren Retreat noch so ein köstliches Rezept. Ideal zum Mitnehmen (aber auch als Sonntagsfrühstück, wie ich heute feststellen konnte;) WIr fahren nämlich nächste Woche nach Brighton (honeymoon) und da kommen die tollen Müsliriegel mit (und auch ein paar Blaubeer-flapjacks).
    Zum Mittag gabs Rotkohl-Tortilla und zum Abendbrot Fladenbrote mit Muhammara (als Proviant während unseres MBSR/MSC-Kurses).
    Dickes Dankeschön in eine tolle Retreat-Woche, Barbara

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Barbara,

      jetzt seid Ihr vermutlich bereits in Brighton, und ich wünsche Euch eine ganz wunderbare Zeit und nur das beste zum Honeymoon und zur Hochzeit! Schön, dass meine Müsliriegel Euch auf diese besondere Reise begleiten dürfen. Das freut mich sehr.

      Alles Liebe für Euch 2!
      Stefanie

      • Barbara sagt:

        Liebe Stefanie,
        ganz lieben Dank für deine berührenden Zeilen. Morgen machen sich die Müsli-Riegel mit den Flap-jacks und uns auf die Reise nach Brighton. Ich denke, wir werden uns dort alle wohl fühlen. Unsere gestrige Hochzeit war wunderbar – und klang abends köstlich aus mit gebackenem Blumenkohl und Cashew-Mayo in unserer Küche.
        Toll, dass ihr so einen schönen retreat hattet – und auf den Kürbis-Hummus freue ich mich jetzt schon, gibts, wenn wir wieder zurück sind.
        Herzliche Grüße
        Barbara

        • Stefanie Reeb sagt:

          Liebe Barbara,

          wie schön, dass Ihr so eine wunderbare Hochzeit hattet! Habt ganz viel Freude auf Eurer Hochzeitsreise!

          Alles Liebe von
          Stefanie

  9. Martina sagt:

    Liebe Stefanie,
    endlich habe ich es mal wieder geschafft, ein Rezept von dir auszuprobieren und da ich so gern süße Sachen esse, kamen die Müsliriegel grade recht. Die gekauften mag ich allerdings gar nicht, sodass ich mich sehr gefreut habe, hier ein Rezept geliefert zu bekommen. Ich habe es etwas abgewandelt, hatte noch eine ungesüßte Müslimischung im Schrank, die ich so nicht mochte und habe Zutaten aus deinem Rezept dazugemischt und so superleckere Müsliriegel gezaubert. Ich hoffe nur, dass sie so schön knusprig bleiben. Vielen Dank für deine Idee!! Lieben Gruß Martina

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Martina,

      wie schön, dass Dir die Riegel schmecken! Und klar, umso besser, wenn Du bereits vorhandene Zutaten verwenden und so aufbrauchen konntest! Die Riegel werden mit der Zeit etwas weicher und damit weniger knusprig. Du könntest sie dann aber noch mal ein paar Minuten im Backofen aufbacken und damit wieder austrocknen.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  10. Aneka sagt:

    So, wollte kurz nochmal Bescheid geben, dass unsere Teenager die Riegel so gut finden, dass ich für die Klassenfahrt nächste Woche eine ganze Portion einpacken darf 😉

    Herzlichen Dank für das wieder einmal sehr gelungene Rezept!

    Aneka

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Aneka,

      wie schön!! Eine bessere Rückmeldung kann ich mir nicht wünschen ;–) Liebe Grüße an Dich und die Familie und Deinen Teenagern eine gute Klassenfahrt.

      Deine Stefanie

  11. Cornelia Schulz sagt:

    Ich könnte schon bei dem nach gerösteten Haselnüssen duftenden ungebackenen Teig drauflosfuttern. 🙂

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Cornelia,

      ;–) das geht mir genauso! Kein Wunder, dass in den USA ungebackener Keksteig so ein Ding ist – es gibt dort sogar extra Rezepte für ungebackene Kekskugeln, die man direkt so essen kann.

      Liebe Grüße
      Stefanie

  12. Jennifer sagt:

    Hallo Stafanie,

    ich liebe deine Rezepte, muss aber auf Fructose achten! Könnte man den Ahornsirup gegen Reissirup austauschen und die Trockenfrüchte einfach weglassen? Oder halten die Riegel dannn nicht so gut zusammen?

    Liebe Grüße, Jenny

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Jenny,

      klar, den Ahornsirup kannst Du ohne weiteres gegen Reissirup austauschen, das habe ich auch schon mal gemacht und es klappte wunderbar. Die Trockenfrüchte kannst Du einfach weglassen.

      Einen lieben Gruß!
      Stefanie

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