Glutenfreie Fladenbrote
Einfach, gesund und lecker

Da mein Mann Thomas kein Gluten verträgt, gestalten sich Restaurantbesuche und Essen bei Freunden manchmal etwas schwierig. Normalerweise hat er immer eine Packung glutenfreie Cracker in der Tasche, damit sein Futterneid nicht ganz so groß wird, wenn wir anderen frisch gebackenes Brot oder andere glutenhaltige Gemeinheiten essen. Zuhause versuche ich natürlich, von Anfang an gleich so zu kochen und zu backen, dass er alles mitessen kann. Mit meinen glutenfreien Backversuchen für helleres Brot oder Fladenbrot war ich bisher aber nicht so glücklich. Oft schmeckte man den Unterschied zwischen Original und glutenfreier Version einfach zu deutlich … und die glutenfreie Version schnitt merklich schlechter ab. Zu trocken, zu fest, zu staubig … Natürlich gibt es mittlerweile viele gute fertige Backmischungen für hellere Brote, die aber oft zu fast 100% aus Stärke bestehen und schon so komisch knistern, wenn man die Tüte anfasst. 

 

Als wir kürzlich Freunde zum Essen erwarteten, startete ich einen neuen Back-Versuch. Es sollte Baba GanoushMuhammara und mediterranes Ofengemüse geben. Dazu passt natürlich am besten Fladenbrot. Und diesmal ging alles gut. Die fertigen Brote waren knusprig und gleichzeitig elastisch, schmeckten gut und auch die Freunde, die problemlos Gluten essen können, fragten nach das Rezept. Das sind die Momente, in denen ich am liebsten einen kleinen Freudentanz machen würde (und es meistens auch tue): wenn das neue, gesündere oder allergiefreundliche Rezept noch besser schmeckt als das Original. 

 

Mehr Infos zur Glutenunverträglichkeit und woran man sie erkennen kann, findest Du in diesem Beitrag.

 

 

Glutenfreie Fladenbrote

 

Für 12 Stück:

 

  • 2 Päckchen Trockenhefe à jeweils 9 g (alternativ: 1 Würfel frische Hefe à 42 g)
  • 400 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Ahornsirup
  • 400 g Buchweizenmehl
  • 100 g Maisstärke
  • 2 TL Salz
  • Optional: 1 TL Kümmelsamen
  • 6 EL Olivenöl plus 2 EL zum Bestreichen der Fladenbrote vor dem Backen
  • 1 EL Sesam 
  • Etwas Fleur de Sel oder grobes Meersalz zum Bestreuen

 

Die Trockenhefe in einer Schale mit lauwarmem Wasser und Ahornsirup vermischen. 5 Minuten ruhen lassen bis kleine Bläschen auf der Oberfläche erscheinen.

 

Buchweizenmehl, Maisstärke, Salz und Kümmel vermischen. Die Hefemischung und das Olivenöl hinzufügen und alles mit einem Löffel verrühren. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

 

Den Backofen auf 240 °C Umluft vorheizen. 

 

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Portionen in der Größe von ca. 2 EL des Teigs entnehmen, mit den angefeuchteten Händen zur Kugel formen, aufs Backpapier setzen und leicht flach drücken. Die Hände zwischendurch immer wieder befeuchten, da sich der klebrige Teig sonst nicht verarbeiten lässt.

 

Die Oberflächen der Brote mit Olivenöl einpinseln, mit Sesam und etwas Fleur de Sel bestreuen und zuerst das erste Blech ca. 10 Minuten backen, bis die Unterseiten gebräunt sind, die Fladenbrote aber bei Druck auf die Oberseite noch leicht nachgeben. Dann das zweite Blech mit Broten backen. 

 

WELLCUISINE Tipp: Die fertig gebackenen Fladenbrote lassen sich sehr gut einfrieren und sind in Nullkommanichts aufgetaut. 

 

Dazu passt: Muhammara, Baba Ganoush, Pink Hummus, Dicke Bohnen Hummus, Kalte Avocado-Gurken-Suppe

 

Zeitaufwand:

ca. 25 Minuten plus 1 Stunde Wartezeit

 

 

Wir haben nur noch wenige Plätze frei für unser Wellcuisine Mallorca-Retreat im Herbst.

Finde mehr Infos hier.

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4. August 2017
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18 Kommentare zu “Glutenfreie Fladenbrote
  1. Jutta sagt:

    Super, da drauf hab ich gewartet. Bislang hatte ich nur Rezepte, die entweder sehr mehlig schmecken oder die Fladen sehr „latschig“ waren. Bin gespannt, ob es bei mir auch so gut klappt.

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Jutta,

      schön! Musst mir mal Bescheid sagen, wie Du die Brote findest! Ich habe sie jetzt mehrmals gemacht und sie haben immer gut geklappt.

      Ganz liebe Grüße!
      Stefanie

  2. Nicole Schröder sagt:

    Lieber Thomas!!
    Das mit dem Futterneid kann ich so gut verstehen…
    Gerade jetzt im Sommer fehlt mir immer ein gutes Brot, zum Dip,zum Salat und so weiter ..
    Freue mich schon sehr auf das Brot, es ist zwar schon Mitternacht, aber ich werde es gleich noch probieren …
    Es wird sicherlich gut, den Stefanies Rezepte haben mich noch nie enttäuscht
    Vielen Dank
    Liebe Grüße Nicole
    Vielen lieben Dank

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Nicole,

      dann drücken wir jetzt die Daumen, dass das mitternächtliche Fladenbrot wunderbar duftend aus dem Ofen gekommen ist und Du heute früh ein leckeres Frühstück hattest! Wir haben heute früh auch den Rest des Fladenbrots gegessen. Ein kleiner Tipp: wenn Du das Fladenbrot am nächsten Tag isst, dann am besten mit Wasser benetzen und noch mal kurz aufbacken, dann schmeckt es wunderbar. Beziehungsweise ich lege es kurz auf den Grill. Ansonsten lieber nicht zu viele Tage liegen lassen, da es dann hart wird, sondern besser einfrieren und dann frisch aufbacken im Ofen.

      Liebe Grüße von Thomas und Stefanie

  3. Ling sagt:

    Yum! Excited to try these !!!
    I am having your fantastic frühstuck obstbröt this morning to start the day💗 Thanks for the wonderful food inspiration my friend. Xx

    • Stefanie Reeb sagt:

      Hello my dar-Ling,

      happy breakfast to you! Oh, I think these flatbreads are totally up your street because they fit really well to the delicious middle Eastern dishes that you make!

      Much love
      Stefanie

  4. Nina sagt:

    Liebe Stefanie,

    das Fladenbrot hört sich sehr lecker an und ich werde die Kombination mit dem Dipp und dem Gemüse wohl genauso nachkochen. Bei mir haben die Versuche mit Hefe bisher nie so super geklappt aber vielleicht fehlt mir auch einfach die Übung. Ich werde es aber noch mal wagen, will ja das Fladenbrot unbedingt probieren. Das mit dem Einfrieren ist immer praktisch, meist hat man ja doch zu viel, gerade wenn man es nur für zwei Personen zubereitet. Hast Du eigentlich einen Tipp für gutes Olivenöl?
    Das mit der neuen Druckfunktion finde ich übrigens sehr praktisch.

    Viele Grüße
    Nina

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Nina,

      eigentlich kannst Du nicht viel falsch machen mit der Hefe. Es ist nur sehr wichtig, dass das Wasser, mit dem Du die Hefe ansetzt, nur lauwarm ist und nicht zu heiß. Dann sollten diese kleinen Bläschen auf der Oberfläche erscheinen. Wenn nicht, dann lieber noch mal von neuem anfangen, denn dann ist die Hefe inaktiv. Im nächsten Schritt ist es wichtig, dass der Teig wirklich sichtbar aufgegangen ist nach der 1 Stunde (wenn nicht, dann noch ein bisschen länger warten).

      Zu Deiner Frage nach Olivenöl: ich finde das griechische Olivenöl von Alnatura sehr gut.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  5. Jessica sagt:

    Hallo Stefanie,
    Die Fladenbrote sind sehr lecker. Danke, für das Rezept. Habe sie gestern noch gebacken und dann einige eingefroren. Zum Grillen werde ich regelmäßig welche auftauen und kurz angrillen. So toll!
    Einen schönen, entspannten Sonntag.
    Lieben Gruß
    Jessica

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Jessica,

      das ist ja schön! Freut mich sehr, dass Dir die Brote auch so gut schmecken! Gerade heute früh haben wir auch die letzten Brote auf unseren Grill „geschmissen“ und zum Frühstück verspeist.

      Einen lieben Gruß!
      Stefanie

  6. Susanne sagt:

    Liebe Stefanie, gerade habe ich diese oberleckeren Fladenbrote gebacken. Gott sei´s gedankt habe ich nicht nur die Hälfte gemacht, wie ursprünglich gedacht. Habe schon auf der ersten Sitzung ziemlich viele gegessen. Total mein Geschmack. Ich liebe Hefe und liebe Buchweizen. Danke für das supertolle Rezept. Herzensgrüße und ich wünsche Dir weiterhin viele gute Ideen. Susanne

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Susanne,

      ganz lieben Dank für Deine Rückmeldung! Wie schön, dass Dir die Brote geschmeckt haben! Ich hatte das Rezept ehrlich gesagt auch zuerst für die Hälfte des Teigs aufgeschrieben. Habe dann aber gemerkt, dass die Enttäuschung bei meinem Mann und mir riesengroß war, wenn das Brot bereits nach dem ersten Tag weg war ;–) Da friere ich lieber einen Teil ein und habe länger etwas davon.

      Liebe Grüße und einen schönen Wochenstart
      Stefanie

  7. Maria sagt:

    Liebe Stefanie,
    danke für das tolle Rezept! Die Fladenbrote schmecken super! Selbst meine Kollegin, die kein großer Fan von Buchweizen ist, fand sie köstlich.
    Die mache ich bestimmt ganz bald wieder!

    Alles Liebe

    Maria

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Maria,

      toll, das freut mich sehr, dass Dir die Fladenbrote auch so gut schmecken und sie auch bei Deiner Kollegin gut ankamen! Bei uns sind sie auch ein Dauerbrenner und wir bereiten sie mindestens einmal die Woche zu.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  8. Alli sagt:

    Liebe Stephanie ,

    Gelingt es mit Frischer Hefe ebenso ?
    Bei mir misslingt eher die trockenhefe.hier gibt es nur solche die man direkt ins mehl Rühren soll und bei mir geht es immer schief ️daher mag ich lieber frische .
    Besten Dank

    • Stefanie Reeb sagt:

      Vielen Dank für Deine Frage! Ich habe die Ergänzung gerade ins Rezept geschrieben. Du kannst die zwei Päckchen Trockenhefe im Rezept durch einen Würfel frische Hefe (à 42 g) ersetzen.

      Liebe Grüße
      Stefanie

  9. Cornelia Schulz sagt:

    Liebe Stefanie,
    ich hab‘ eine Frage. Und zwar bestelle ich bei „Bettinas Keimbackstube“ in München oder auch bei „Bäckerei Spiegelhauer“ in Pirna basisches Buchweizenkeimbrot. Dieses Brot wird, lt. Angaben der Hersteller, nur aus gekeimtem Buchweizen, energetisiertem Wasser und Salz gebacken. Ich friere die Brote scheibenweise ein und wir entnehmen dem Tiefkühler, was wir essen möchten und toasten dann die gefrorenen Brotscheiben. Nun habe ich mir bei Bäckerei Spiegelhauer mal eine Tüte Buchweizenkeimlinge gekauft, um das Brot selber zu backen, traue mich aber nicht so ganz. Die Keimlinge (soviel hab‘ ich im Netz gefunden) soll man ca. zwei Tage ankeimen lassen bis ein ca. 0,5 cm langes Keimblättchen entsteht. Dann alles pürieren und backen. Nur: wird das funktionieren, wie ich mir das vorstelle? Es gibt, außer für Fladenbrote, nirgends ein Rezept im Netz und ich befürchte, auf den Brei meiner Versuchskeimlinge wartet der Mülleimer. Hast Du eine Idee wie ich aus diesen drei Zutaten dieses basische Brot zaubere?
    Ach, noch etwas fällt mir dazu ein: es gibt für dieses leckere Brot einen neuen Käse, den ich allerdings noch nicht probiert habe: Happy cheese – Käse aus Cashewkernmilch ohne chemische Zusätze, nur Kräuter und Gewürze. Eine Neuerfindung, hab‘ ich bei Höhle der Löwen auf Vox gesehen, soll toll schmecken.. Kennst Du eventuell dieses Produkt und wenn ja, was hältst Du davon?

    Hui, ist ja ein ganzer Roman geworden. ☺️
    Liebe Grüße
    Conni

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Cornelia,

      ich finde gekeimtes Brot auch ganz toll, habe aber nur einmal einen – verunglückten – Versuch unternommen, eines selber zu backen. Gerade habe ich im Netz dieses Rezept gesehen, das allerdings ein paar mehr Zutaten enthält: https://martinabuttala.de/recipe/basisches-buchweizenkeimbrot/

      Ja, die Sendung, in der „Happy Cheese“ vorgestellt wurde, habe ich auch gesehen und würde wirklich gerne mal den Camembert probieren! Der sah wirklich toll aus. Leider habe ich den Käse noch nicht gekostet. Aber falls Du in den Genuss kommen solltest, dann gib unbedingt mal Bescheid, wie er Dir geschmeckt hat!

      Viele liebe Grüße
      Stefanie

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