Herzhaftes Aprikosen-Curry
Ein Wohlfühlessen mit Beautywirkung

Bei uns gibt es das ganze Jahr hindurch mindestens einmal pro Woche Curry. Für mich ist Curry ein Wohlfühlessen. Das liegt mit Sicherheit an seiner wunderbaren Cremigkeit und außerdem an dem Zusammenspiel von Salz, Süße, Säure und Schärfe. Im Ayurveda sagt man, dass eine gesunde Mahlzeit möglichst viele der grundsätzlichen Geschmacksrichtungen abdecken sollte. Denn nur dann fühlt man sich nach dem Essen nicht nur satt sondern auch zufrieden. Vielleicht kennst Du den umgekehrten Effekt: Du isst etwas sehr salziges (beispielsweise Chips) und bekommst direkt im Anschluss Appetit auf etwas Süßes. Nachdem Du etwas Süßes gegessen hast, meldet sich die Lust auf Salziges wieder. Ein kulinarischer Teufelskreis. Fügst Du allerdings Süßes, Salziges, Saures und gegebenenfalls auch Bitteres in einer Mahlzeit zusammen, sind die Geschmacksnerven glücklich und Du bist es auch.

 

Ich mache meine Currypasten gerne selbst und das ist auch viel einfacher als man denkt. Die Süße und Säure kommt in dieser Version von den frischen Aprikosen, die ich mit den übrigen Curryzutaten kurz und scharf in der Pfanne anbrate und dann püriere. Sie ergeben eine feine und geschmacksintensive Sauce. Dann musst Du nur noch Deinen Reis kochen, Gemüse in der Pfanne anbraten, die Currypaste hinzufügen – und fertig ist ein Curry, für das sich auch ein gutes Thai-Restaurant nicht schämen müsste. 

 

Food Pharmacy Aprikosen:

Dies wäre kein Wellcuisine-Gericht, wenn das Curry nur gut schmecken, aber nichts für Deine Gesundheit tun würde. Glücklicherweise sind reife Aprikosen wahre Nährstoffbomben. Vor allem unser Aussehen profitiert von den samtigen, prallen Teilchen. Das enthaltene Carotin baut Vitamin A auf und Vitamin A ist das Schönheitsvitamin Nummer 1, denn es schützt die Haut vor Alterungserscheinungen und macht sie widerstandsfähiger gegenüber UV-Strahlen. Nicht umsonst gibt es in der Beautyindustrie so zahlreiche Produkte, die Aprikosenextrakt als Wirkstoff nutzen. Darüber hinaus wirken Aprikosen entzündungshemmend und so auch Hautrötungen entgegen, denn Aprikosen enthalten viel Salicylsäure – der Vorläufer des Wirkstoffs in Aspirin – die stark antibakterielle Eigenschaften aufweist.

 

 

 

Herzhaftes Aprikosen-Curry

Für 4 Personen:

 

Für den Reis:

  • 250 g weißer Basmatireis (oder Vollkornreis, dann Wasser nach Packungsanweisung hinzufügen und Kochzeiten anpassen)
  • 500 ml Wasser
  • 1/2 TL Salz

 

Für die Currypaste:

  • 1 EL natives Kokosöl
  • 200 g reife Aprikosen, entkernt und grob gewürfelt
  • 1 EL gehackter Ingwer
  • 1 weiße Zwiebel, geschält und grob gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt
  • 1 TL Kurkumapulver
  • 1 getrocknete Chili, zerkrümelt
  • 400 ml Kokosmilch
  • 100 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

 

Für das Gemüse:

  • 1 EL natives Kokosöl
  • 4 große Karotten, gewaschen (oder geschält) und in Scheiben geschnitten
  • 1 große rote Paprika, fein gewürfelt
  • 4 reife Aprikosen, in mundgerechte Stücke geschnitten
  • Optional mit frisch gehacktem Koriander servieren

 

Den Basmatireis in einem Sieb waschen, in einen Topf mit passendem Deckel geben und Wasser und Salz hinzufügen. Das Ganze bei geschlossenem Deckel zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, die Hitze auf die niedrigste Temperatur einstellen und den Reis ca. 15 Minuten ziehen lassen, bis er gar ist. Die Herdplatte gegebenenfalls ganz ausschalten, damit nichts anbrennt. Bei geschlossenem Deckel warm halten, bis das Curry fertig ist. 

 

Für die Currypaste das Kokosöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Aprikosen heiß anbraten, so dass sie leicht karamellisieren. Ingwer, Zwiebel, Knoblauch, Kurkumapulver und Chili hinzufügen und anbraten. Dann die restlichen Zutaten für die Currypaste hinzufügen und kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und im Standmixer fein pürieren. 

 

Für das Gemüse Kokosöl in einer großen und tiefen Pfanne (oder in einem beschichteten Topf) erhitzen und Karotten, Paprika und Aprikosen ca. 5 Minuten unter Rühren anbraten. Die Currypaste hinzufügen, die Hitze reduzieren und weitere 10 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse gar aber noch bissfest ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zusammen mit dem Basmatireis servieren. Dazu passt frisch gehackter Koriander.

 

Zeitaufwand:
ca. 35 Minuten

 

. . . . . . . . . . .

 

Komm mit und nach Mallorca zum kochen, Yoga machen, entspannen und auftanken!

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17. August 2017
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29 Kommentare zu “Herzhaftes Aprikosen-Curry
  1. Anna sagt:

    Mmh, das hört sich wunderbar an! Das werde ich die Tage auf jeden Fall mal ausprobieren. Liebste Grüße – Anna

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Anna,

      Das freut mich! Wenn Du es ausprobiert hast, gib doch mal Bescheid, wie es Dir geschmeckt hat!

      Liebe Grüße
      Stefanie

  2. Anita sagt:

    Hallo Stefanie, das Rezept hört sich total lecker an. Das werde ich unbedingt bald ausprobieren. Ich werde die Currypaste selbst probieren. Wie lange kann man die Currypaste im Kühlschrank aufbewahren.
    Liebe Grüße Anita

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Anita,
      da die Currypaste aus ganz frischen Zutaten besteht, kannst Du sie nur ca. 4 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Du kannst sie allerdings problemlos in einem Gefrierbeutel einfrieren.

      Liebe Grüße
      Stefanie

  3. Barbara sagt:

    Liebe Stefanie,
    ich habe heute Aprikosen und Paprika auf dem Markt gekauft und Karotten aus dem Feld gezogen. Morgen gibt’s Curry. Freu mich schon. Und heute gabs Polenta-Pizza (wie fast jeden Samstag,) Danke für die revolutionären Rezepte! I’m totally hooked.
    Liebe Grüße
    Barbara

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Barbara,

      Ach toll! Mein Mann drängt auch schon die ganze Zeit, dass wir mal wieder Polentapizza machen. Deine Nachricht werde ich jetzt zum Anlass nehmen, sie endlich mal wieder zuzubereiten! Ich hoffe, das Curry schmeckt Dir ebenso gut!

      Sende Dir liebe Grüße und wünsche Dir einen schönen Sonntag.
      Stefanie

      • Barbara sagt:

        Liebe Stefanie,
        das Curry war megalecker!!!! Das wirds jetzt auch öfter im Sommer geben (mache im Herbst-Winter oft das orangene Curry aus Wellcuisine) Ich habe sogar ein Foto gemacht, kriegs aber hier nicht geladen. Naja, Thomas food Fotos sind eh nicht zu toppen…. Die Polenta-Pizza belege ich übrigens oft mit Pilzen (gebratene Champis ohne das Kondenswasser und zur Krönung angebratene Kräuterseitlinge).
        Herzliche Grüße aus Berlin, Barbara

        • Stefanie Reeb sagt:

          Liebe Barbara,

          wie schön!!! Freut mich sehr, dass Dir das Curry geschmeckt hat. Wenn Du Lust hast, dann lade Dein Foto vom Curry doch auf unserer Wellcuisine-Facebookseite hoch (Link oben rechts hier auf der Seite)! Würde mich sehr freuen.

          Alles Liebe
          Stefanie

  4. Brigitte sagt:

    Mhmmm, schmeckt sagenhaft gut, liebe Stefanie!!!
    Hab das Rezept gestern nachgekocht, mein Mann ist auch begeistert.
    Was meinst du: kann ich die Aprikosen auch mal mit Ananas oder z. B. Mangos ersetzen?

    Viele liebe Grüße vom Bodensee!
    Brigitte

    • Stefanie Reeb sagt:

      Hallo liebe Brigitte,

      Das freut mich riesig, dass Deinem Mann und Dir das Curry so gut geschmeckt hat! Bei der Zubereitung kannst Du auf jeden Fall kreativ werden und andere Früchte ausprobieren. Ananas stelle ich mir besonders gut passend vor, da sie genügend Säure hat und den Kochprozess gut übersteht. Ich bereite das Curry manchmal auch mit einer ganzen Biozitrone oder einer Orange mitsamt Schale zu. Das finde ich auch sehr lecker. Man muss nur aufpassen, dass es durch die Schale nicht zu bitter wird.

      Liebe Grüße und sag unbedingt mal Bescheid, wenn Du eine neue Version des Currys ausprobiert hast. Ich bin gespannt!
      Deine Stefanie

  5. Barbara sagt:

    Liebe Stefanie,
    ich habe heute Aprikosen und Paprika auf dem Markt gekauft und Karotten aus dem Feld gezogen. Morgen gibt’s Curry. Freu mich schon. Und heute gabs Polenta-Pizza (wie fast jeden Samstag,) Danke für die revolutionären Rezepte! I’m totally hooked.
    Liebe Grüße
    Barbara

  6. Susanne sagt:

    Liebe Stefanie, gerade bin ich vom Tisch aufgestanden und muss Dir einfach sofort mitteilen, wie oberhammerlecker dieses Rezept war. Meine Güte, Du bist eine wahre Foodkünstlerin. Wenn es ein Restaurant gäbe, die nach Deinen Rezepten kochen und backen würden, dann würden die Leute ganz sicher Schlange stehen. Herzlichen Dank liebe Stefanie für Deine bezaubernden Künste. Alles Liebe für Dich und Deinen ebenso kreativen Mann

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Susanne,

      ohhh, so ein schönes Feedback! Danke!! Freut mich sehr, dass Dir das Curry geschmeckt hat.

      Sende Dir einen ganz lieben Gruß
      Stefanie

  7. Daniela sagt:

    Liebe Stefanie,
    das Curry schmeckt mir sehr, sehr gut. Und weil ich die Schärfe der getrockneten, zerkrümelten Chili mag, noch mal mehr!
    Das mit dem Restaurant sehe ich genauso.
    Herzliche Grüße
    Daniela

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Daniela,

      ja, für mich darf das Curry auch gerne scharf sein. Thomas mag Schärfe gar nicht, da krümele ich die Chili auch oft nur über meine Portion.

      Das mit dem Restaurant sollte ich mir wohl mal durch den Kopf gehen lassen ;–)

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  8. Susanne sagt:

    Liebe Stefanie, oh ja, bitte lass Dir das mit dem Restaurant durch den Kopf gehen und falls Du in Deutschland eines eröffnen möchtest, dann komm bitte nach Baden-Baden. Es ist hier ein Traum, weil viel Natur und viele Fans von Dir. Herzlichst Susanne

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Susanne,

      Du wohnst in Baden-Baden? Ich liebe die Stadt! Vor Jahren haben Thomas und ich schon mal dort Wohnungen besichtigt, weil wir überlegt hatten, nach Baden-Baden zu ziehen. Ich freue mich jedes Mal, dort zu sein, denn die Lage am Rand des Schwarzwalds, die Stimmung, die alten Häuser, das viele Grün ist wirklich ganz wunderbar.

      Einen ganz lieben Gruß!
      Stefanie

  9. Susanne sagt:

    Liebe Stefanie, ich bekomme Gänsehaut. Das ist ja wundervoll. also wenn das so ist, dass Ihr Beiden Baden-Baden liebt, dann lade ich Euch bei Eurem nächsten Besuch in Baden-Baden bei mir ein. Ich wohne 10 min. von der Innenstadt in einem Naturschutzgebiet. Habe keinen Nachbarn, also mitten in der Natur vom Wald umgeben und dennoch Weitblick. Es ist ein Traum, für den ich täglich so dankbar bin. Freue mich auf Euch, falls Ihr Lust und den Impuls dazu habt. Herzlichst Susanne

  10. Susanne sagt:

    Nachtrag: mit Einladung meine ich natürlich Kost und Logie. Ihr bekommt den Masterroom. Smile

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Susanne,

      das ist ja lieb von Dir! Danke für die Einladung! Das klingt ganz toll, wie Du wohnst. Ich bin ja in Karlsruhe aufgewachsen und habe es immer geliebt, für einen Stadtbummel, einen Museumsbesuch oder „einfach nur so“ nach Baden-Baden zu fahren. Fühlt sich jedes Mal wie echter Urlaub an.

      Liebe Grüße!
      Stefanie

  11. Kristi sagt:

    Liebe Steffi,
    Deine Rezepte sind jedes Mal eine Inspiration. Ob dieses Curry, das Muhammara oder all die anderen wundervollen Gerichte.
    Ich freue mich jedes Mal über einen neuen Beitrag von Dir oder wenn ich eines Deiner Bücher in den Händen habe.
    Herzliche Grüße, Kristi

  12. nadja sagt:

    Liebe Stefanie,
    Mein erstes (selbstgemachtes) Curry und ich bin so hin u weg, ich muss dir grad schreiben.
    Die Rezepte aus Deinem Blog u Deinen Büchern haben ihren festen Platz in unserem Tisch-Alltag gefunden. Danke für deinen unermüdlichen Einsatz für unseren Genuss… und unsere Gesundheit 😉 und dass du all die Köstlichkeiten mit uns teilst!
    Ganz lieben Gruss aus der Schweiz (darum ohne ß), Nadja

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Nadja,

      vielen Dank für Dein Feedback! Wie schön, dass Dir Dein erstes selbstgemachtes Curry so viel Freude gemacht hat! Ich finde auch, dass es ein tolles Gefühl ist, so ein asiatisches Essen ganz ohne fertige Pasten selbst zu machen!

      Einen lieben Gruß in die Schweiz!
      Stefanie

  13. Nina sagt:

    Liebe Stefanie,
    das Curry hört sich ja herrlich an, muss ich nach meinem Urlaub unbedingt mal kochen. Ich habe ja Aprikosen das erste Mal in einem herzhaften Gericht verwendet, als ich Deinen Salat mit den Kichererbsen gemacht habe. Da war ich ja ganz begeistert, daher wird das Curry wahrscheinlich auch genau meinen Geschmack treffen. Ich war übrigens ganz begeistert als ich das neue Schrot&Korn Magazin aufgeschlagen habe und einen Hinweis auf Dein Schön & Gesund Buch gesehen habe.
    LG
    Nina

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Nina,

      ja, wenn Dir der Salat geschmeckt hat, dann magst Du das Curry bestimmt auch! Sag gerne mal Bescheid, wenn Du es ausprobiert hast. Über die Empfehlung unseres Buchs in der Schrot&Korn habe ich mich auch total gefreut, weil ich das Heft immer sehr gern lese.

      Einen lieben Gruß!
      Stefanie

  14. Barbara sagt:

    Liebe Stefanie,
    jetzt hab ich es mal mit Mango gemacht (sollten eigentlich zu Eiscreme verarbeitet werden, aber dann wurde es mir zu kalt für Mango-Eis): auch superlecker!
    Ananas werde ich auch bald probieren (die soll eigentlich zu grünem smoothie werden, aber danach gelüstet es mir zurzeit nicht…). Dieses Curry-Rezept ist so wandlungsfähig.
    Ganz liebe Grüße,
    Barbara

  15. Barbara sagt:

    Liebe Stefanie,
    mit Ananas, Brokkoli und Lauch auch köstlich (keine Sorge, ich poste jetzt nicht jede wöchentliche Kreation, ist aber schon verdammt wandlungsfähig).
    Ganz liebe Grüße,
    Barbara

    • Stefanie Reeb sagt:

      Liebe Barbara,

      also ich freue mich, wenn Du alle guten Varianten hier postest, denn davon haben alle was! Und ich finde das sehr inspirierend. Ich habe zum Beispiel gestern eine Variante mit einer ganzen Zitrone zubereitet. Ist auch superlecker und schmeckt ganz frisch. Mit Mango und Ananas muss ich das Curry unbedingt mal probieren.

      Ganz liebe Grüße!
      Stefanie

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